Im Rems-Murr-Kreis sind die Einbrüche in den letzten Tagen stark angestiegen. Am Montag wurden gleich mehrere neue Fälle gemeldet, die die besorgniserregende Entwicklung bestätigen. Besonders betroffen sind die Gemeinden Winnenden und Welzheim, wo Unbekannte in die Häuser eindrangen und wertvolle Gegenstände entwendeten. Laut Stuttgarter Nachrichten wurden in Winnenden-Breuningsweiler zwei Wohnhäuser angegriffen, wo die Täter Fenster aufhebelten und Schränke durchwühlten. Den Geschädigten entstand ein Schaden, der sich im dreistelligen Bereich bewegt.
Ein weiterer Einbruch ereignete sich in Kernen-Rommelshausen, wo die Täter Schmuck im vierstelligen Wert entwendeten. In Schorndorf blieb ein versuchter Einbruch in ein Juweliergeschäft in der Johann-Philipp-Palm-Straße ohne Erfolg; die Diebe hatten es zunächst auf die Schaufensterscheibe abgesehen, konnten jedoch nicht ins Innere gelangen. Zudem gab es einen Einbruch in ein Bestattungsinstitut in Urbach, bei dem ein Täter durch das angrenzende Nachbargebäude in der Nacht auf Montag Zugang zu Bargeld im dreistelligen Wert erhielt, während er andernorts scheiterte.
Ein weltweites Problem: Einbrüche nehmen zu
Diese Vorfälle sind Teil eines größeren Trends, da Einbrüche in Deutschland insgesamt mehr Aufmerksamkeit erhalten. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Verisure zeigt, dass die emotionale Belastung für Opfer von Einbrüchen erheblich ist. So schlafen 40 % der Betroffenen in der ersten Woche nach dem Einbruch schlecht und 29 % denken häufig an das traumatische Erlebnis zurück. Interessanterweise sind Haushalte mit mittlerem Einkommen überproportional betroffen.
Im Durchschnitt geschehen 22 % der Einbrüche, während die Bewohner abwesend sind, meist beim Einkaufen oder Sport. Auch während kürzester Abwesenheiten von weniger als 30 Minuten kommt es häufig zu Einbrüchen. Die Täter bevorzugen dabei Fenster und Terrassentüren als Zugangspunkte, was die Notwendigkeit von Sicherheitssystemen in Wohnhäusern unterstreicht.
Polizeiliche Ermittlung und Sicherheitshinweise
Die Polizei ermittelt in verschiedenen Fällen und bittet Zeugen, Hinweise zu geben. In Schorndorf, wo das Juweliergeschäft angegriffen wurde, suchen die Ermittler nach Personen, die etwas gesehen haben. Die Polizei hat unter Presseportal weitere Informationen zu den Ermittlungen bereitgestellt.
Wichtig bleibt, dass die Bürger vorsichtig sind und ihre Wohnräume ausreichend sichern. Einbrüche sind nicht nur ein materieller Verlust, sondern führen auch zu einer erheblichen emotionalen Belastung, die viele Menschen noch lange nach dem Vorfall begleitet. Die Beweise deuten darauf hin, dass präventive Maßnahmen, wie der Einbau von Sicherheitssystemen und eine erhöhte Wachsamkeit, unbedingt notwendig sind, um sich selbst effektiv zu schützen.