Im Kreis Waiblingen sorgt die Sperrung eines Abschnitts des Remstal-Radwegs für Gesprächsstoff. Ein Stück des beliebten Radweges, das sich zwischen der Vogelmühle in Hegnach/Hohenacker bis zur Markungsgrenze Remseck erstreckt, könnte auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. „Der gesperrte Abschnitt ist gefährlich“, betont ein Stadtrat. Die Schilder, die auf eine angebliche „Zombie-Forschungseinrichtung“ hinweisen, verleihen der Situation einen humorvollen, wenn auch besorgniserregenden Touch. Diese Warnschilder sind an einem Gitterzaun angebracht und zeigen, wie absurd die Umstände erlebt werden.

Die Sperrung ist eine Reaktion auf die Hochwasserereignisse von 2024, die zu erheblichen Aus- und Unterspülungen des Uferbereiches führten. Diese Gefahrenquelle ist nicht nur optisch, sondern auch strukturell bedenklich. Die Stadt Waiblingen hat reagiert und den gefährdeten Bereich mit einer festen Absperrung gesichert. Trotz dieser Maßnahmen wird die Absperrung häufig ignoriert; viele Fußgänger und Radfahrer setzen ihren Weg unbeirrt fort. Es sind jedoch nicht nur die Uferverhältnisse ein Risiko: Auch die Baumbestände entlang des Hangs, darunter geschädigte Eschen, erhöhen die Gefahr, dass Äste fallen oder Bäume umstürzen.

Diskussion und Maßnahmen

In den Stadtratsgremien wird leidenschaftlich diskutiert, wie die Situation verbessert werden kann. Ziel der Stadträte ist es, die Sperrung aufzuheben und die sichere Benutzung des Radwegs zu gewährleisten. Sie setzen sich aktiv dafür ein, einen attraktiven Abschnitt des Remstal-Radwegs wieder zugänglich zu machen, um den Freizeitwert der Region zu steigern. Der gesperrte Bereich wird sowohl von der Stadt als auch von den Anwohnern als eine „No go area“ beschrieben, was die Dringlichkeit der Angelegenheit unterstreicht.

Die Stadtverwaltung hat betont, dass alle Maßnahmen im Sinne der Verkehrssicherungspflicht und zum Schutz der Passanten getroffen werden. Auch wenn die Gefahr durch das aus- und unterspülte Gelände nicht sofort sichtbar ist, so ist sie dennoch real und erfordert dringende Aufmerksamkeit. Der Spagat zwischen Sicherheit und Freizeitgestaltung bleibt somit eine Herausforderung für die Lokalpolitik.