Am Samstag, den 15. Juni 2025, lagen die Preise für Kraftstoffe in Deutschland weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Ein Liter Super E10 kostete im deutschlandweiten Durchschnitt 1,671 Euro, während Diesel bei 1,551 Euro stand. Diese Werte stellen einen Anstieg von jeweils 1,3 Cent im Vergleich zum Freitag dar, als die Kraftstoffpreise noch um fünf bis sechs Cent günstiger waren. Am Sonntagmorgen um 8.20 Uhr stiegen die Preise für Super E10 auf 1,749 Euro und für Diesel auf 1,639 Euro, was erneut einen leichten Anstieg von knapp einem Cent im Vergleich zum Vortag bedeutet. Der genaue Tagesdurchschnitt für Sonntag wird erst am Montag veröffentlicht, jedoch sieht der Mineralölwirtschaftsverband Fuels und Energie die aktuellen Spritpreise als relativ niedrig an, trotz des jüngsten Anstiegs.

Der Anstieg der Preise ist eine direkte Folge des jüngsten Konflikts zwischen Israel und Iran. Nach dem israelischen Angriff auf iranische Ziele begannen die Tagesdurchschnittspreise zu steigen. Besonders signifikant war der Donnerstag vor dem Anstieg, der als günstigster Tank-Tag des Jahres betrachtet wurde. Der ADAC bewertet die Preiserhöhungen als moderat, weist jedoch darauf hin, dass die Tendenz insgesamt nach oben zeigt. Im Januar 2023 hatte Diesel mit 1,70 Euro einen Rekordpreis erreicht. Super E10 kostete im Februar sogar bis zu 1,76 Euro pro Liter.

Aktuelle Entwicklungen an den Zapfsäulen

Zusätzlich ist der Rohölpreis für Brent in der vergangenen Woche um knapp zwei Dollar auf über 67 Dollar gestiegen, was ebenfalls zu den Preisbewegungen an den Tankstellen beiträgt. Der ADAC bewertet die aktuellen Spritpreise als angemessen und gibt Hinweise, wann Tanken am günstigsten ist. So sind die Preise zwischen 19 und 20 Uhr sowie 21 und 22 Uhr am niedrigsten. Auf der anderen Seite ist das Tanken morgens nach 7 Uhr, etwa 12,5 Cent teurer für Benzin und 13,3 Cent für Diesel.

Sparmöglichkeiten nutzen

Der ADAC empfiehlt, die Preisunterschiede zwischen den Tankstellen zu beachten, die bis zu 7 Cent pro Liter betragen können. Außerdem rät der Automobilclub, auf das teurere E5 zu verzichten und stattdessen Super E10 zu tanken, das in der Regel günstiger ist. Eine ADAC Kreditkarte bietet zudem 2 Prozent Rabatt beim Tanken, während ein ADAC Mitgliedsausweis an Shell- und Agip/Eni-Tankstellen einen Rabatt von 1 Cent pro Liter gewährt.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Preise in den kommenden Tagen entwickeln werden, insbesondere im Kontext der internationalen politischen Situation und ihrer Auswirkungen auf die Märkte.