In der Basketball-Bundesliga bleibt die Finalserie zwischen dem FC Bayern Basketball und ratiopharm Ulm spannend. Nach einer knappen 79:81-Niederlage am vergangenen Abend im SAP Garden liegt Bayern mit 1:2 in der Best-of-Five-Serie zurück. Trainer Gordon Herbert zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht, da eine weitere Niederlage seine erste Saison in München ohne Titel beenden könnte. Für Bayern wäre dies besonders schmerzhaft, nachdem das Team bereits im Pokal gegen Syntainics MBC verloren hat und die Playoffs der Euroleague nicht erreichen konnte. Das nächste Spiel findet am Dienstagabend in Neu-Ulm statt.

In der bisherigen Serie konnte Bayern das erste Spiel der Finalserie mit 82:66 gegen Ulm gewinnen. Dieses Match fand ebenfalls im SAP Garden statt und war geprägt von einem spannenden Duell. Der Halbzeitstand von 37:36 für Bayern verdeutlicht die enge Begegnung. Im letzten Viertel setzte sich das Team jedoch entscheidend ab, nachdem Ulm bis zum Ende keinen Korb mehr traf. Andreas Obst und Shabazz Napier waren die besten Werfer für Bayern mit jeweils 20 Punkten, während Justinian Jessup mit 22 Punkten der beste Werfer für Ulm war. Ulm, das in dieser Saison nur eine Partie verloren hat, strebt seinen zweiten Meistertitel an, nachdem der erste Titel 2023 gewonnen wurde.

Druck auf Bayern

Gerade in dieser entscheidenden Phase der Serie äußerten sich einige Spieler zu den Herausforderungen. Niels Giffey betont die Notwendigkeit, tougher zu sein und auf die Rückschläge zu reagieren. Die Ulmer Spieler Philipp Herkenhoff und Justinian Jessup zeigen sich optimistisch, wobei Herkenhoff den ausdrücklichen Wunsch äußert, Meister zu werden. Der Druck, nach mehreren Rückschlägen einen Titel zu gewinnen, lastet schwer auf den Schultern der Münchner.

Ein weiterer Faktor, der die Ausgangslage zusätzlich kompliziert, ist die Verletzung von Topspieler Carsen Edwards, auf den Bayern weiterhin verzichten muss. Dies könnte in den kommenden Spielen zu einem entscheidenden Nachteil werden.

Politik um die Spielverlegung

Ein weiterer Streitpunkt ist die Anfrage von Ulm, die Spiele vier und fünf aufgrund der Teilnahme von Ben Saraf und Noa Essengue am NBA Draft zu verlegen. Die Liga wies diesen Wunsch allerdings zurück, was zu gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen den Teams führte. Es bleibt unklar, ob Saraf und Essengue im nächsten Spiel spielen werden, was die Situation für Ulm weiter verkompliziert.

Die nächsten Tage werden entscheidend sein und könnten über den Titelgewinn oder das vorzeitige Saisonende für Bayern entscheiden. Alle Augen sind auf das vierte Aufeinandertreffen gerichtet.