Die Verkehrssituation auf der B29 bei Urbach sorgt weiterhin für Unmut unter Pendlern. Obwohl die Baustelle, die seit längerer Zeit die Strecke belastete, am 27. Oktober 2025 abgebaut wurde, bleiben Verkehrszeichen und Leitbaken unverändert stehen. Dies berichtet die Schwäbische Post. Ein Nutzer, der täglich zwischen Waiblingen und Urbach pendelt, äußerte sich enttäuscht und bezeichnete die Situation als „Behördenposse“. Er ist besonders verärgert über die weiterhin ausgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80 und 60 km/h, die seiner Meinung nach irreführend sind.
Am Montagmorgen, dem 3. November 2025, wurden die verhängten Geschwindigkeitsbegrenzungen weiterhin angezeigt. Für Autofahrer, die von der Ausfahrt Plüderhausen kommend die B29 befahren, ergibt sich eine zunächst angehobene Geschwindigkeit von 100 km/h, gefolgt von weiteren Reduzierungen auf 80 und 60 km/h. Obgleich die neue Baustelle im Ostalbkreis bereits in Sicht ist — sie beginnt etwa zwei Kilometer nach der Ausfahrt Lorch und erstreckt sich zwischen Waldhausen und Plüderhausen — sind die Leitbaken, die zuvor den Verkehr leiteten, unverändert aufgestellt. Die neue Verkehrsführung soll voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Geschichte der Verkehrssicherheit
Die Entwicklung der Verkehrssicherheit in Deutschland hat eine lange Geschichte. Im 20. Jahrhundert kam es zu einem deutlichen Anstieg der motorisierten Fahrzeuge, was das Unfallrisiko erhöhte. Zwischen 1900 und 1903 wurden erstmals länderspezifische Festlegungen für Warnungstafeln eingeführt. Die Polizei-Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen wurde 1906 in Preußen erlassen. Ein entscheidender Punkt war die Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, die innerorts 15 km/h und für Fahrzeuge über 5,5 Tonnen 12 km/h betrugen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, wie die deutsche Wikipedia dokumentiert.
Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Richtlinien umgesetzt, etwa die Anschnallpflicht in den 1970er Jahren oder der Masterplan Vision Zero von 2004, der zum Ziel hatte, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken. Diese Bemühungen zahlen sich offenbar aus: Laut Daten ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland seit 2009 signifikant gesunken, was auf das gestiegene Bewusstsein für Verkehrssicherheit und die effektivere Gestaltung von Verkehrsregeln zurückzuführen ist.
Obwohl die B29-Situation bei Urbach aktuell Anlass zur Sorge gibt, steht sie im Kontext der umfassenden Bemühungen um Verkehrssicherheit, die durch gesetzliche Regelungen, technische Innovationsmaßnahmen und öffentliche Aufklärung vorangetrieben werden. Es bleibt zu hoffen, dass betroffene Pendler bald von einer klaren und sicheren Verkehrssituation profitieren können.