Am 7. Februar 2026 wird das Publikum mit dem Film „Tastenarbeiter – Alexander von Schlippenbach“ in die faszinierende Welt des Free Jazz entführt. Regisseur Tilman Urbach begleitet den erfahrenen Pianisten und Komponisten Alexander von Schlippenbach auf einem musikalischen Abenteuer, das seine bedeutende Rolle als einer der Urväter des europäischen Free Jazz beleuchtet. Schlippenbach spielt seit Jahrzehnten Klavier und leitet zahlreiche Bands, was ihn zu einer zentralen Figur in der Jazzszene gemacht hat. Der Film zeigt ein persönliches Porträt des Künstlers und beleuchtet sowohl biografische Brüche als auch Aufbrüche in seinem Leben.Cineplex berichtet, dass die filmische Erzählung Schlippenbachs Weg ins Musiker:innenkollektiv Free Music Production (FMP) rekonstruiert, einem Kollektiv, das für seine Entgrenzung vom musikalischen und politischen Establishment bekannt ist.
Der Film thematisiert die Verbindung zwischen Free Jazz und der 68er-Bewegung und hebt hervor, wie Free Jazz als klingendes Demokratiemodell fungiert, in dem alle Stimmen gleichwertig sind. Schlippenbach treibt dieses Prinzip mit seinem Globe Unity Orchestra auf die Spitze. Trotz seines Einflusses in der politischen Musikszene betrachtet er sich selbst nicht als politischen Aktivisten, sondern in erster Linie als Musiker. Im Rahmen des Films begegnet Schlippenbach alten Weggefährten, wie dem Trompeter Manfred Schoof, und jammt in Dresden mit dem Perkussionisten Günter „Baby“ Sommer. Dort reflektieren sie über Konzerte in der DDR, wo Free-Jazz-Musiker:innen wie Popstars gefeiert wurden.
Die Wurzeln des Free Jazz
Die Wurzeln des Free Jazz reichen bis in die 1960er Jahre zurück, als Alexander von Schlippenbach in einem Trio mit Saxophonist Evan Parker und Schlagzeuger Paul Lovens bekannt wurde.Wikipedia erklärt, dass Schlippenbach auch als Mitglied des Globe Unity Orchestra ein bedeutender Akteur in dieser musikalischen Strömung war. Im Alter von acht Jahren begann er, Klavier zu spielen, und studierte Komposition unter Bernd Alois Zimmermann in Köln. Ein Meilenstein seiner Karriere war die Gründung des Globe Unity Orchestra im Alter von 28 Jahren. Seit den 1980er Jahren beschäftigte er sich intensiv mit traditionelleren Jazzkomponisten und setzte sich mit deren Werk auseinander.
Der Begriff Free Jazz, der sich ursprünglich von einer Schallplatte von Ornette Coleman aus dem Jahr 1960 ableitet, hat sich zu einem weitreichenden Genre entwickelt. Wie die Quelle Wikipedia darstellt, entstand der Free Jazz in den USA und fand bald seinen Weg nach Europa. Die Entwicklung wurde von vielen einflussreichen Musikern vorangetrieben, darunter John Coltrane, Eric Dolphy und viele andere, die gecross-over Stile und innovative Spieltechniken erforschten. Schlippenbach und seine Zeitgenossen schufen neue Klänge und Ausdrücke, die die Jazzlandschaft entscheidend veränderten.
Ein Leben für die Musik
Schlippenbach, der 1938 geboren wurde, hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche bedeutende Alben produziert. Der Film zeigt, wie wichtig ihm Kunst und Kreativität sind und dass für ihn Musik ein Ausdruck von Haltung und eine Form des Statements bleibt. Im Rückblick auf seine Laufbahn wird offensichtlich, dass Free Jazz weit mehr bedeutet als nur Musik; es ist ein Lebenselement, das die Themen Radikalität, Individualität und Freiheit verkörpert. Die Perspektiven und Erlebnisse, die im Film geteilt werden, illustrieren eindrucksvoll, wie Musik nicht nur klingt, sondern auch einen tiefen Einfluss auf das Leben und die Ideale eines Künstlers haben kann.
„Tastenarbeiter – Alexander von Schlippenbach“ ist somit nicht nur eine Hommage an einen bedeutenden Musiker, sondern auch eine spannende Erkundung der kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen des Free Jazz.