Am 8. März 2026 steht die Bürgermeisterwahl in Urbach an, und die Vorfreude ist groß. Die offizielle Kandidatenvorstellung fand kürzlich in der Auerbachhalle statt, wo sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versammelten, um mehr über die beiden Kandidaten zu erfahren: die Amtsinhaberin Martina Fehrlen und ihren Herausforderer Marcel Schindler. Vor der Halle bildeten sich Menschentrauben, die aufgeregt über die beiden Kandidaten diskutierten. Martina Fehrlen eröffnete die Veranstaltung und stellte ihre Visionen für die Zukunft von Urbach vor. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt, wie wichtig den Bürgern die künftige Leitung ihrer Gemeinde ist. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in einem Artikel von der ZVW.
Martina Fehrlen hat sich in ihrer bisherigen Amtszeit bereits für eine Vielzahl von Maßnahmen stark gemacht. Ein zentrales Anliegen ist der Ausbau der Kinderbetreuung in Urbach. Geplant ist der Neubau eines Kindergartens am Pestalozzieweg, dessen Spatenstich für Ende Januar 2026 vorgesehen ist und die Eröffnung für 2027 angestrebt wird. Der neue Kindergarten wird vier Gruppen bieten, darunter auch eine Gruppe für unter Dreijährige. Zudem soll im Kinderhaus Drosselweg eine Konzeptänderung stattfinden, bei der zwei Gruppen für größere Kinder eingeführt werden. Die Erweiterung des Waldkindergartens um einen zweiten Waldwagen, mit Fokus auf Tiere und der Zertifizierung als Naturpark-Kindergarten, ist ebenfalls ein wichtiger Teil ihrer Pläne. Weitere Informationen zu Fehrlens Zielen können auf ihrer Webseite nachgelesen werden.
Bildung und Digitalisierung im Fokus
Ein weiteres zentrales Thema für die Amtsinhaberin ist die Digitalisierung im Bildungsbereich. Die Einführung einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie sowie einer Schul-Cloud soll den Unterricht an Schulen in Urbach modernisieren. Darüber hinaus wird die Erhöhung der Schwimmkurse im Lehrschwimmbecken nach der Corona-Pandemie angestrebt, um sicherzustellen, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen. Die Atriumschule hat bereits das Prädikat „Ausbildungsfreundliches Bad“ von der DLRG erhalten, was die Bedeutung von Wasser- und Schwimmkompetenz unterstreicht.
In der Gemeinde wird auch die Integration junger Menschen gefördert. Im Rahmen des Projekts „Jung sein in der Kommune“ werden Jugendliche über ihre Sicht auf Urbach befragt. Zudem sollen neue Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden, etwa durch den Bau einer Calisthenics-Anlage und die Einführung von Speed-Dating-Events mit der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat. Diese Initiativen sollen die Bürgerbeteiligung und das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Herausforderungen für Frauen in der Kommunalpolitik
Die bevorstehende Wahl in Urbach wirft auch einen Blick auf die allgemeine Situation von Frauen in der Kommunalpolitik in Deutschland. Aktuell sind lediglich 13,5 % der Bürgermeister Frauen, was zeigt, wie wichtig es ist, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. In Bayern beispielsweise liegt der Frauenanteil unter den Bürgermeistern bei nur 10,1 %. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, die Frauen in der Politik gegenüberstehen, insbesondere in der Nominierung und den Wahlverfahren, die oft von Männern dominiert werden. Studien zeigen, dass viele Bürgermeister über mehrere Wahlperioden im Amt bleiben, was die Chancen für neue weibliche Kandidaturen verringert. Der Weg für Frauen in der Politik ist also noch lang, und es braucht Vorbilder wie Martina Fehrlen, um positive Veränderungen herbeizuführen. Weitere Hintergründe zu diesem Thema sind in einem Artikel der Tagesschau zu finden.
Die Wahl am 8. März 2026 wird nicht nur für die Gemeinde Urbach von Bedeutung sein, sondern auch ein Zeichen für die Rolle von Frauen in der Kommunalpolitik setzen. Es bleibt spannend, welche Entscheidungen die Bürgerinnen und Bürger treffen werden und wie sich die politische Landschaft in der Region entwickeln wird.





