Der TSV Schlechtbach hat seine Tennishalle nach einer Schließung von knapp anderthalb Jahren wieder eröffnet. Die Halle wurde im vergangenen Frühsommer 2024 durch Hochwasserschäden in Mitleidenschaft gezogen und war seitdem für die Nutzung geschlossen. Am 29. September 2025 wurde die Halle schließlich wieder für den Spielbetrieb freigegeben. Tennisspieler aus Rudersberg sowie aus Weissach im Tal, Schorndorf und Winterbach können nun wieder in der Halle spielen, was die Freude der Mitglieder und Besucher deutlich steigert.
Der Sportverein bedankt sich herzlich bei seinen treuen Mitgliedern und neuen Besuchern, die während der schwierigen Zeit zur Seite standen. Die Wiederöffnung bringt auch einige geplante Veränderungen mit sich: In den kommenden vier bis fünf Wochen wird eine neue Küche erwartet, die die Halle aufwerten soll. Zudem steht eine notwendige Reparatur des Dachs der Tennishalle noch aus. Trotz der Herausforderungen bleibt die Tennisabteilung aktiv und arbeitet daran, ihre digitale Präsenz zu verbessern. Derzeit gibt es drei separate Homepages für die Tennisabteilung, die Tennishalle und das Buchungssystem. Künftig soll die Homepage der Tennisabteilung abgeschaltet werden, und beide Bereiche werden dann auf einer gemeinsamen Homepage geführt. Die Informationen über die neue Domain werden rechtzeitig bekannt gegeben, während das Buchungssystem weiterhin unter der bestehenden Adresse tennisbuchung-schlechtbach.de erreichbar bleibt.
Die Auswirkungen von Hochwässern auf Sportvereine
Die Situation des TSV Schlechtbach ist keineswegs eine Einzelfallgeschichte. Auch andere Sportvereine, wie der FC Gundelfingen, haben unter den Auswirkungen von Hochwässern zu leiden. In Gundelfingen stehen Wasser und Modrigkeit in den Kellern seit Wochen im Fokus. Der Zugang zu den betroffenen Bereichen ist nur mit Genehmigung des Statikers möglich, um Schäden an der Bodenplatte zu vermeiden. Des Weiteren berichten die Vereinsmitglieder von erheblichen Schäden, darunter eine weggeschwemmte Kegelbahn und vollgesogen Tennisheimwände.
Die Vereinsgemeinschaft hat mehr als 2.500 ehrenamtliche Stunden in Aufräumarbeiten investiert und versucht nun verzweifelt, finanzielle Unterstützung und Fördergelder zu beantragen. Doch die Schwierigkeiten sind erheblich: Eine Elementarversicherung, die normalerweise Schutz bieten könnte, war für den Verein nicht tragbar. Die geschätzten Schäden belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro, und selbst eine Spendenkampagne kann nicht allein die notwendigen Mittel aufbringen.
Der Vorstand des FC Gundelfingen macht sich ernsthafte Sorgen, dass Kinder und Jugendliche zu anderen Vereinen abwandern könnten, was das Gemeinschaftsgefühl und die Zukunft des Vereins bedroht. In diesem Kontext wird der Bedarf an Soforthilfen und Fachförderungen immer deutlicher, sowie die Hoffnung auf die Unterstützung durch den Härtefallfonds der Bayerischen Staatsregierung.