Die Grundschule Schlechtbach hat nach einer 20-monatigen Schließung endlich wieder ihre Pforten geöffnet. Nach einem verheerenden Hochwasser, das die Schule im Juni 2024 schwer getroffen hat, kehren Schüler und Lehrer zurück in die vertrauten Klassenzimmer. Wie zvw.de berichtet, bildeten die Eltern einen Spalier, um die Rückkehr der 93 Mädchen und Jungen zu feiern, die an einem symbolischen Umzug teilnahmen.
Der letzte Unterricht fand infolge der Hochwasserkatastrophe und der dadurch verursachten Schäden nicht wie gewohnt statt. Vielmehr blickt die Schule auf eine lange Zeit des Umbaus und der Renovierung zurück, die sowohl die Infrastruktur als auch die Klassenzimmer betraf. Der Rückkehr der Schüler wurde durch die großartige Unterstützung der Gemeinde Rudersberg viel Freude zuteil, die der Schule während der schwierigen Zeiten zur Seite stand.
Engagement der Schüler
Zusätzlich zu ihrer Rückkehr in die Schule haben die Schüler der Grundschule Schlechtbach auch aktiv zur Sauberkeit ihrer Umgebung beigetragen. Bei einer „Flurputzete“ sammelten die Kinder am letzten Freitag Müll und ärgerten sich über die zahlreichen Zigarettenstummel, die überall zu finden waren. Die Gemeinde stellte Pizza und Getränke bereit, um die Schüler für ihren Einsatz zu belohnen. Laut grundschule-schlechtbach.de war die Aktion ein voller Erfolg, auch wenn nur halb gefüllte Müllbeutel gesammelt werden konnten. Die Schulkinder schlossen danach mit einem zweiten Platz beim Müllsammel-Wettbewerb am 9. Juli 2024 ab, eine Leistung, die sie für zukünftige Aktionen motivieren soll.
Der Zusammenhang zwischen den aktuellen Aktivitäten der Schule und der Hochwasserkatastrophe ist nicht zu unterschätzen. Um den Schülern das Thema Hochwasservorsorge und Risikomanagement näher zu bringen, wird im Unterricht aktiv daran gearbeitet. In Gruppen erarbeiten die Schüler verschiedene Aspekte der Hochwasservorsorge, um sich besser mit den Risiken und geeigneten Maßnahmen vertraut zu machen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Materialien aus einem Hochwasser-Dossier, wie auf gewi-im-unterricht.de beschrieben.
Hochwasservorsorge im Unterricht
Die Schüler werden in vier Gruppen eingeteilt, um verschiedene Themen zu Hochwasserrisiken und Vorsorgemaßnahmen zu behandeln. Dazu gehören unter anderem die europäische Hochwasserrichtlinie sowie Maßnahmen, die seit 2013 zum besseren Schutz getroffen wurden. Ziel der Unterrichtsreihe ist es, die Ergebnisse in Form von Postern oder Präsentationen festzuhalten und diese im Plenum zu diskutieren. In den Hausaufgaben wird zudem zur Recherche über Hochwasserrisiken in der eigenen Region aufgefordert.
Die Rückkehr an die Grundschule Schlechtbach symbolisiert nicht nur einen Neuanfang nach der Hochwasserkatastrophe, sondern zeigt auch das bewusste Engagement der Schüler für ihre Umwelt. Durch das aktive Arbeiten am Thema Hochwasservorsorge wird die Schule zur wichtigen Bildungsstätte in der Einführung von sicherheitsrelevanten Themen, die auch in Zukunft von Bedeutung sind.