In Plüderhausen wird die Luft dünner für die Beschäftigten der Oskar Frech GmbH + Co. KG. Der Hersteller von Druckgussmaschinen hat angekündigt, insgesamt 80 Stellen zu streichen. Das Unternehmen, das sich auf den Warmkammerguss spezialisiert hat, sieht sich gezwungen, diese drastischen Maßnahmen zu ergreifen, da die Nachfrage in der Automobilproduktion gesunken ist und ein erheblicher Kostendruck besteht. Der Stellenabbau begann bereits im Juli 2024; seitdem haben 50 von 350 Beschäftigten an den Standorten Weiler und Plüderhausen ihre Jobs verloren. Geschäftsführer Alexander Marks informierte die Belegschaft über die Entlassungen, und viele Mitarbeiter waren nicht überrascht von den Entwicklungen.

Von den 80 gestrichenen Stellen in Plüderhausen sollen rund 30 durch Renteneintritte und Nichtwiederbesetzungen eingespart werden, während knapp 50 Mitarbeiter tatsächlich entlassen werden. Der Kaltkammerguss wird aus Plüderhausen verlagert, und das Unternehmen plant, diesen Bereich in Werke in Schanghai und den USA auszulagern. Um die Effizienz zu steigern, werden die drei Teilkonzerne von Frech in einer Frechgruppe mit Sitz in Weiler zusammengeführt, wodurch die Verwaltung entlastet werden soll. Ziel ist es, die verbleibenden Stellen bis Ende 2026 nachhaltig zu sichern, wobei die Zahl der Beschäftigten in Plüderhausen und Weiler von 300 auf 220 sinken soll.

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Innovationen und Technologieführerschaft

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist Oskar Frech bestrebt, seine Technologieführerschaft im Bereich Druckguss auszubauen. Im Rahmen des Forschungsprojektes „InDruTec-E“, das am 27. September 2024 abgeschlossen wurde, hat das Unternehmen zusammen mit Partnern wie der Robert Bosch GmbH und der Hochschule Aalen bedeutende Fortschritte erzielt. Alle Projektziele wurden erreicht, und es wurden innovative Bausteine zur Technologieführerschaft im Druckguss entwickelt. So konnten beispielsweise Gewichtseinsparungen von bis zu 51% bei Magnesiumvarianten erzielt werden, während CO2-Emissionen um bis zu 86% reduziert wurden.

Diese Entwicklungen wurden kürzlich mit dem Award of Excellence der Internationalen Magnesium Association ausgezeichnet. Die Ergebnisse des Projekts sollen in den Produkten der Unternehmen umgesetzt werden, was die Wettbewerbsfähigkeit von Oskar Frech weiter stärken könnte. Informationen über das Projekt werden unter anderem bei der Tagung WerkstoffPlus Auto 2025 präsentiert.

Der Druck auf die Industrie

Die Herausforderungen, vor denen Oskar Frech steht, sind nicht einzigartig. Die gesamte Industrie sieht sich einem zunehmenden Druck ausgesetzt, der nicht nur durch die aktuelle wirtschaftliche Lage, sondern auch durch technologische Veränderungen und steigende Kosten beeinflusst wird. Viele Unternehmen in Deutschland stehen vor ähnlichen Entscheidungen wie Oskar Frech, und Experten warnen, dass der Stellenabbau in der Industrie erst am Anfang steht. Diese Entwicklungen könnten weitreichende Konsequenzen für den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Stabilität der Region haben.

Für weitere Informationen über die aktuelle Situation und die Herausforderungen, vor denen die Industrie steht, besuchen Sie bitte diese Seite.

Für detaillierte Informationen über die Stellenstreichungen bei Oskar Frech und die Hintergründe lesen Sie den vollständigen Artikel in der Gmünder Tagespost.