Am 26. September 2025 besuchten die Grünen-Landtagsabgeordneten Nadyne Saint-Cast und Swantje Sperling die Grundschule Weiler zum Stein in Leutenbach. Der Anlass ihres Besuchs war nicht nur das Kennenlernen der schulischen Abläufe, sondern auch die Diskussion über die Nutzung von Handys und sozialen Medien in der Schule. Rektor Klaus Maier erläuterte, dass die Schule gut ausgestattet ist, unter anderem mit Beamern, iPads und WLAN. Auch die Lernplattform „Kahoot!“ wird verwendet, um interaktive Quizze durchzuführen. Dennoch betonte er, dass Tablets nicht ständig in Gebrauch sind und weiterhin grundlegendes Wissen vermittelt wird.
Ein zentrales Thema des Besuchs war die Medienschulung. In der Grundschule ist die Nutzung von Handys während des Unterrichts nicht gestattet; diese Vereinbarung wurde mit den Rektoren getroffen. Nadyne Saint-Cast hob hervor, dass in einer geplanten Schulgesetzänderung ein Handyverbot für Grundschulen und die Unterstufen empfohlen wird. Ihr Anliegen ist es, eine altersgerechte Handynutzung zu fördern und den Fokus stärker auf Medienbildung zu legen.
Herausforderungen durch soziale Medien
Bei ihrem Besuch äußerten Saint-Cast und Sperling besorgte Stimmen über den Rückgang der Lesefähigkeit und die Herausforderungen, die durch soziale Medien entstehen. Saint-Cast unterstrich die Notwendigkeit, Schulen als Lebensorte zu gestalten, die Raum für ein großes Schulhofangebot und eine gut ausgestattete Bücherei bieten. In ihren Ausführungen sprachen sie auch über die potentialen positiven Auswirkungen einer verstärkten Medienbildung in Schulen.
Das Thema Handyverbot in Schulen gewinnt zunehmend an Bedeutung. In Baden-Württemberg schafft eine Änderung des Schulgesetzes rechtliche Grundlagen für altersgerechte Handy-Nutzungsbeschränkungen. Diese Regelungen sind Teil eines größeren Trends, der in mehreren Bundesländern sichtbar wird. Beispielsweise erlaubt das Erziehungs- und Unterrichtsgesetz in Bayern, dass Schulen individuelle Lösungen zur Handynutzung entwickeln, während in Brandenburg Grund- und Förderschulen klare Regeln zur Handynutzung eingeführt haben.
Bundesweite Entwicklungen
Auch in anderen Bundesländern gibt es unterschiedliche Ansätze. In Bremen wurde ein stadtweites Handyverbot in Grundschulen und der Sekundarstufe I eingeführt, nachdem Experten und Schulleiter darüber diskutiert hatten. Ähnliche Regelungen finden sich auch im Saarland, wo die private Handynutzung an Grundschulen untersagt ist. In Niedersachsen spricht die Kultusministerin sich für klare Handlungsempfehlungen aus, anstelle von pauschalen Verboten. Solche differenzierten Ansätze sind wichtig, um die Herausforderungen moderner Mediennutzung in den Schulen anzugehen.
Die Diskussion um die Handynutzung in Schulen verdeutlicht, dass es nicht nur um das Verbot von Geräten geht, sondern auch um die Notwendigkeit, den Umgang mit digitalen Medien frühzeitig und altersgerecht zu erlernen. Dies könnte letztendlich auch dazu beitragen, die Lesefähigkeit zu fördern und Schülerinnen und Schüler besser auf die Herausforderungen der digitalen Welt vorzubereiten.
Für die Grundschule Weiler zum Stein und andere Bildungseinrichtungen gilt es nun, diesen Balanceakt erfolgreich zu meistern und Schüler auf den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten. Die Entwicklungen in Baden-Württemberg, die von Stuttgarter Nachrichten berichtet werden, zeigen, dass der Diskurs über Sinn und Unsinn von Handys in Schulen weiterhin an Bedeutung gewinnt und ein zentrales Thema in der Bildungsdebatte bleibt.
Weitere Informationen über die Nutzung von Handys in Schulen finden sich auf Bildungsserver, der umfassende Einblicke in die aktuellen Regelungen in verschiedenen Bundesländern bietet.