Am Freitag, dem 13. März, wird die Pfarrkirche St. Jakobus in Leutenbach zum Schauplatz eines besonderen Konzerts. Die Band „Sinnergie.Die Bistumsband“ des Erzbistums Bamberg lädt um 19.30 Uhr zu einem Schöpfungskonzert mit dem Titel „Gehen wir singend voran“ ein. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus wird dieses Event zum Ausdruck der Dankbarkeit für die Schöpfung und zur Reflexion über deren Verletzlichkeit und Leiden. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch willkommen. Die neunköpfige Band ist bekannt für ihre moderne Kirchenmusik und Pop-Klassiker, darunter Hits von Michael Jackson und Midnight Oil. Sebastian Zink, der Umweltbeauftragte des Erzbistums Bamberg, wird Textausschnitte aus der Enzyklika einleiten, wodurch das Konzert eine tiefere Bedeutung erhält. Weitere Informationen sind in einem Artikel auf nn.de zu finden.
Der Hintergrund von „Laudato si“
Die Enzyklika „Laudato si’“, veröffentlicht von Papst Franziskus am 24. Mai 2015, hat seither eine bedeutende Rolle in der Diskussion um Umwelt- und Klimaschutz gespielt. Sie betrachtet die Natur, Umwelt und Atmosphäre als gemeinschaftliches Eigentum der Menschheit und legt den Fokus auf die Verantwortung jedes Einzelnen für die Schöpfung. Der deutsche Klimaforscher Ottmar Edenhofer, der an der Erstellung dieser wichtigen Enzyklika mitwirkte, unterstreicht, dass sie den Klimawandel innerhalb der katholischen Kirche legitimierte und die Leugner des Klimawandels bloßstellte. In seiner Rolle als Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ist Edenhofer auch ein gefragter Berater für die Vatikanbehörde für Entwicklungsfragen geworden. Seine Einschätzungen sind auf vaticannews.va nachzulesen.
Die drängenden Themen von „Laudato si“ sind nach wie vor aktuell. Zehn Jahre nach ihrer Veröffentlichung betonen sowohl diese als auch das Nachfolgedokument „Laudate Deum“ die Notwendigkeit eines Umsteuerns in Bezug auf den Klimawandel. Edenhofer fordert eine Weiterentwicklung der Eigentumslehre in der katholischen Soziallehre, um eine gerechte Nutzung gemeinschaftlicher Ressourcen zu fördern. Dies ist besonders relevant angesichts der Herausforderungen, die wir momentan in Bezug auf die Umwelt und Klimagerechtigkeit erleben.
Die Verantwortung der Kirche
Die katholische Kirche hat sich zunehmend der Schöpfungsverantwortung verschrieben, was in verschiedenen Publikationen der Deutschen Bischofskonferenz deutlich wird. So wurde im Jahr 2021 die Arbeitshilfe „Vom Wert der Vielfalt. Biodiversität als Bewährungsprobe der Schöpfungsverantwortung“ veröffentlicht. Diese und weitere relevante Dokumente, wie der Klima- und Umweltschutzbericht oder die Thesen zum Klimaschutz, zeigen, dass die Kirche aktiv zur Diskussion und Handlungsaufforderung im Bereich Ökologie und nachhaltige Entwicklung beiträgt. Die Verantwortung für die Schöpfung wird als kirchlicher Auftrag verstanden, der auch in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Weitere Details dazu finden sich auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz unter dbk.de.
Das Konzert in Leutenbach stellt somit nicht nur ein kulturelles Ereignis dar, sondern auch eine Einladung, über die eigene Verantwortung gegenüber der Schöpfung nachzudenken und aktiv für eine nachhaltige Zukunft einzutreten. Lassen Sie sich von der Musik inspirieren und tragen Sie dazu bei, die Botschaft von „Laudato si“ weiterzutragen!