Am Montag, den 13. April 2026, um 21:00 Uhr, wird auf BR Fernsehen eine spannende Sendung über die Barrierefreiheit in der Fränkischen Schweiz ausgestrahlt. Der Protagonist dieser Dokumentation, Dominik Herrmann, sitzt nach einem Verkehrsunfall im Rollstuhl und hat die Wanderwege im Naturpark auf ihre Zugänglichkeit getestet. Die Ergebnisse seiner Tests sind erstaunlich und zeigen sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen auf. Unterstützt wird er von der Rangerin Melanie Chisté, die sich nicht nur auf die Barrierefreiheit konzentriert, sondern auch die seltenen Heuschrecken, den Feuersalamander und die Wanderfalken beobachtet. Während der Brutzeit werden einige Felsen gesperrt, um die Vögel nicht zu stören, was zeigt, wie wichtig der Schutz der Natur ist. Nach der Brutzeit kehren dann die Kletterer zurück, um die Felsen zu erkunden.

Ein wichtiger Aspekt der Dokumentation ist die Ecopoint-Bewegung, die sich für einen umweltfreundlichen Zugang zu den Felsen einsetzt. Die Mitglieder testen die Erreichbarkeit dieser Gebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad, und die Ergebnisse werden im kostenlosen Ecopoint-Guide veröffentlicht. Diese Initiativen sind entscheidend, um die Schönheit und Vielfalt der Fränkischen Schweiz zu entdecken und gleichzeitig die Natur zu schützen.

Barrierefreiheit für alle

Das Projekt „Naturgenuss mit Handicap“ zielt darauf ab, Menschen mit Beeinträchtigungen den Zugang zur Natur im Naturpark zu erleichtern. Viele Menschen mit Handicap haben Schwierigkeiten, die Natur zu erleben, da das Relief oft eine Herausforderung darstellt und es an geeigneten Angeboten fehlt. Eine Zusammenarbeit mit Christin und Dominik Herrmann, die Experten für Mobilitätseinschränkungen sind, hat bereits begonnen. Ab 2025 werden vermehrt Ranger-Exkursionen angeboten, die speziell für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Gehörlosigkeit geeignet sind.

Ein geplanter „Erlebnispfad für ALLE“ wird interaktive Stationen, barrierefreie Rastplätze und ein Leitsystem für Sehbeeinträchtigte umfassen. Die Informationen werden in einfacher Sprache bereitgestellt, um die Zugänglichkeit weiter zu erhöhen. Der Barriereabbau wird auch an den Naturpark-Infozentren und auf der Homepage vorangetrieben, einschließlich Angeboten in einfacher Sprache und Audioinhalten. Die Vernetzung bestehender barrierefreier Angebote im Naturparkgebiet, wie Freizeiteinrichtungen und Unterkünften, ist ebenfalls ein zentrales Anliegen.

Einblicke in die Natur

Die Kräuterexpertin Carola Kubik aus Leutenbach sammelt zusammen mit Rangerin Christine Berner Kräuter zur Salbenherstellung, was einen weiteren faszinierenden Aspekt der Naturerfahrung darstellt. Zudem wird Hubert Hunstein, bekannt für seine Messer und das „Kreuz von Muggendorf“, erwähnt. Er plant eine Pilgerreise nach Rom zu Papst Franziskus im Jahr 2024, was den kulturellen Reichtum der Region unterstreicht.

Die Fränkische Schweiz ist zudem für ihre über tausend bekannten Höhlen bekannt, die von Melanie Chisté und Ranger Martin Kreisel für Exkursionen erkundet werden. Einige dieser Höhlen bergen Risiken, weshalb aktuelle Informationen unerlässlich sind. Die Dokumentation von Markus Schmidbauer und die Redaktion von Florian Maurice geben den Zuschauern einen eindrucksvollen Einblick in die Schönheit und Vielfalt dieser Region, während sie gleichzeitig den Schutz der Naturgebiete in Bayern und den Grenzregionen fördern.

Für Menschen mit Behinderungen und deren Familien gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote, wie die von Nature without barriers. Das Team dankt Partnerorganisationen, die sich für barrierefreien Tourismus einsetzen, und wünscht den Expertinnen und Experten viel Erfolg in ihrer Arbeit für mehr Inklusion und Barrierefreiheit in der Natur.