In einer enttäuschenden Wende für Hertha BSC hat der Trainer Ralf Rangnick entschieden, seine aktuellen Verpflichtungen bei der österreichischen Nationalmannschaft fortzusetzen und kein Amt bei dem deutschen Bundesligisten zu übernehmen. Dies berichtet n-tv.

Rangnick, der seit Sommer 2022 die österreichische Nationalmannschaft trainiert, hat bei einem Treffen mit Vertretern von Hertha in Wien großes Interesse an dem Projekt signalisiert. Dennoch sieht er sich aufgrund fehlender Planungssicherheit und ungünstiger finanzieller sowie struktureller Rahmenbedingungen nicht in der Lage, ein Engagement bei dem Berliner Klub einzugehen. Dies zeigt die Komplexität der aktuellen Situation von Hertha, die in der vergangenen Saison lediglich den elften Platz in der Bundesliga belegte.

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Rangnick setzt auf WM 2026

Der 65-Jährige hat betont, dass sein Fokus auf der WM 2026 liegt, für die er als Trainer von Österreich plant. In der Sendung “Sport & Talk” auf ServusTV erklärte er, dass er definitiv für die kommenden Weltmeisterschaft zur Verfügung stehen will. Transfermarkt hebt hervor, dass Rangnick mit dem ÖFB-Team bereits zwei Siege aus zwei WM-Qualifikationsspielen erringen konnte, zudem schied das Team 2024 nur im Achtelfinale der EM aus.

Rangnick, ein erfahrener Coach, der bereits Hannover 96, TSG Hoffenheim und RB Leipzig in die Bundesliga führte und bekannt ist für erfolgreiche Fußballprojekte, fand die Idee eines Engagements bei Hertha spannend. Allerdings erweisen sich der späte Zeitpunkt seiner Anfrage sowie die unzureichenden Rahmenbedingungen als entscheidende Faktoren für seine Absage. Laut Berichten gab es bereits frühere Unstimmigkeiten zwischen Rangnick und der Verbandsspitze in Österreich, und sein Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres.

Hertha BSC bleibt unter Druck

Hertha BSC hat sich unter Coach Stefan Leitl in der letzten Zeit zwar verbessert, dennoch befindet sich der Verein in einer schwierigen Lage, da ein neues sportliches Konzept dringend erforderlich ist. Präsident Fabian Drescher hat trotz der Absage von Rangnick betont, dass das grundsätzliche Interesse von Rangnick an einer Zusammenarbeit positiv zu werten ist. Die Verhandlungen zeigen jedoch, wie herausfordernd die Trainersuche des Klubs weiterhin sein könnte.

Für Rangnick bleibt die Entscheidung klar: Er konzentriert sich auf eine erfolgreichere Zukunft mit der Nationalmannschaft und den bevorstehenden Herausforderungen der Weltmeisterschaft. Die Frage bleibt, wie Hertha BSC nun seine Suche nach einem geeigneten Trainer fortsetzen und gleichzeitig die strukturellen und finanziellen Probleme angehen kann.