Ester Ledecka, die tschechische Olympiasiegerin, steht vor einer anspruchsvollen Herausforderung bei den kommenden Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Die Athletin, die 2018 sowohl im Super-G als auch im Snowboard-Parallel-Riesenslalom Goldmedaillen gewann, möchte erneut ein goldenes Double erreichen. Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking konnte sie ihren Titel im Snowboard erfolgreich verteidigen, verpasste jedoch knapp eine Medaille im Super-G.
Für die kommenden Spiele plant Ledecka, in verschiedenen Disziplinen anzutreten, darunter Abfahrt, Super-G und Parallel-Riesenslalom. Leider wird sie vor eine unglückliche Wahl gestellt: Am 8. Februar 2024 überschneiden sich die Termine für die Abfahrt in Cortina d’Ampezzo und den Parallel-Riesenslalom in Livigno zeitlich. Beide Wettbewerbe finden am selben Tag an unterschiedlichen Orten statt, was für Ledecka einen Doppelstart unmöglich macht. Diese Situation stellt einen herben Rückschlag für ihre Ambitionen dar. Ihre Bitte an die Organisatoren, den Wettkampfkalender anzupassen, wurde sowohl von der FIS als auch vom IOC abgelehnt, was ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme an beiden Disziplinen schmälerte, wie bluewin.ch berichtet.
Ein unerwartetes Angebot
Trotz der Enttäuschung über die Ablehnung ihres Antrags auf einen veränderten Zeitplan erhält Ledecka ein ungewöhnliches Angebot von FIS-Präsident Johan Eliasch. Er bot an, sie mit einem Helikopter von Cortina nach Livigno zu fliegen, um an beiden Wettbewerben am selben Tag teilnehmen zu können. Dieses Angebot könnte Ledeckas Perspektiven auf einen erfolgreichen Doppelstart erheblich verbessern, sofern es tatsächlich realisierbar ist.
Die Qualifikation für den Snowboard-Parallel-Riesenslalom beginnt am 8. Februar 2026 um 9 Uhr in Livigno. Darauf folgt die Abfahrt der Frauen um 11.30 Uhr in Cortina sowie die Finalrunde der Snowboarder um 13 Uhr in Livigno. Eliasch hat außerdem angeregt, die Zeiten der Wettbewerbe zu ändern, um Ledecka weiter zu unterstützen.
Der Gesprächsbedarf mit dem IOC
Ledecka plant zudem, mit der neuen IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zu sprechen, um ihre Chancen auf eine Teilnahme an beiden Disziplinen zu verbessern. Die Situation ist für die Sportlerin angespannt, da sie nicht nur ihre bisherigen Erfolge im Hinterkopf hat, sondern auch den Druck, erneut Historisches leisten zu wollen. Ihr Bestreben, sowohl im Snowboard als auch im Ski erfolgreich zu sein, könnte unter den gegenwärtigen Umständen eine große Herausforderung darstellen. Dennoch bleibt sie optimistisch und kämpferisch, während sie sich auf die Olympischen Spiele vorbereitet.