Stephan Retter, der Erste Beigeordnete von Steinheim an der Murr, strebt das Amt des Oberbürgermeisters in Mühlacker an. Der 49-Jährige, der derzeit für die Finanzen und Organisation in Steinheim verantwortlich ist, gab am Freitag offiziell seine Kandidatur bekannt. Auf seiner Website hebt Retter hervor, dass er über umfangreiche Erfahrungen in Führungspositionen verfügt, die ihn für diese Rolle qualifizieren. Er hat in den letzten Jahren die Leitung der Kommunalen Netzgesellschaft Steinheim an der Murr sowie der Wärmenetz Steinheim GmbH übernommen.

Retter ist der sechste Kandidat für die anstehende Wahl, die am 19. Oktober stattfindet. Er tritt als parteiloser Bewerber an und setzt sich dafür ein, das gesellschaftliche Miteinander in Mühlacker zu fördern und die Stadt zusammenzuführen. Vor seiner Zeit in Steinheim war Retter als Amtsleiter für Digitalisierung in Sindelfingen tätig und hat auch in anderen Ämtern wie dem kommissarischen Hauptamtsleiter und Abteilungsleiter für Baurecht gearbeitet. Diese Verwaltungserfahrung sieht er als entscheidenden Vorteil für seinen Wahlkampf.

Wahlkampf und Ziele

Am Samstag startete Stephan Retter seinen Wahlkampf auf Instagram unter dem Motto „#RetterFürMühlacker“. Mit seiner Bewerbung möchte er die Wähler von seiner Vision für die Stadt überzeugen. „Ich bringe das notwendige Fachwissen und die Führungserfahrung mit, um Mühlacker weiterzuentwickeln“, so Retter. Zudem betont er, dass die Bewerbungsfrist für die Oberbürgermeisterwahl am 23. September um 18 Uhr endet.

Zusätzlich zu Retter kandidieren Paul Renner von der SPD, Monika Wald als parteilose Kandidatin, Ulrich Hagenbuch und Stefan Aßmus von den Freien Wählern sowie Andreas Kubisch von der Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel. Die Wahl ist Teil der kommunalen Wahlen in Deutschland, die die direkte Wahl von Bürgermeistern sowie die Vertretung der Gemeindeparlamente umfassen. Bei dieser Wahl erfolgt die Stimmvergabe auf Basis der Süddeutschen Bürgermeisterverfassung, die in Mühlacker zur Anwendung kommt.

  • Wahltermin: 19. Oktober
  • Letzte Bewerbungsfrist: 23. September um 18 Uhr
  • Weitere Kandidaten: Paul Renner (SPD), Monika Wald (parteilos), Ulrich Hagenbuch (Freie Wähler), Stefan Aßmus (Freie Wähler), Andreas Kubisch (Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel)

Mit der Direktwahl des Bürgermeisters wird nicht nur eine transparente Verantwortung gewährleistet, sondern auch die Möglichkeit für Wähler, kleinere Parteien und unabhängige Kandidaten zu unterstützen. Die Wahlbeteiligung in kommunalen Wahlen ist im Schnitt jedoch geringer als bei Bundes- oder Landtagswahlen, während das Wahlverhalten stark durch lokale Gegebenheiten geprägt ist.