In der kommenden Saison müssen Besucher mehr Geld für den Eintritt in mehrere Freizeitparks im Südwesten Deutschlands einplanen. Der Anstieg der Preise ist eine Reaktion auf steigende Kosten, die unter anderem durch höhere Löhne, Arbeitskosten und Energiepreise bedingt sind. Besonders betroffen sind große und beliebte Freizeitparks wie der Europa-Park in Rust.
Im Europa-Park, der als größter und meistbesuchter Vergnügungspark Deutschlands gilt, steigen die Preise um rund 4%. Ab der neuen Saison kosten die Tageskarten für Erwachsene 67 Euro, was einer Erhöhung von 2,50 Euro entspricht, während Kinderkarten für 56,50 Euro (plus 2 Euro) erhältlich sind. Die neuen Saisonkarten schlagen mit 325 Euro (Silber) und 495 Euro (Gold) zu Buche, was eine Steigerung um 20 bis 30 Euro bedeutet. Ähnlich verhält es sich im Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn, wo die Tageskarten für Erwachsene nun 41,50 Euro kosten, das sind 2 Euro mehr als zuvor.
Preissteigerungen in weiteren Parks
Im Schwaben Park in Kaisersbach bleiben die Online-Preise stabil, während die Tageskasse eine Preiserhöhung um 2 Euro auf 32,50 Euro für Erwachsene erfährt. Im Ravensburger Spieleland steigen die Tageskarten um 3 Euro auf 42 Euro, während der Preis für die Dauerkarte um 5 Euro auf 135 Euro angehoben wird. Im Vergleich dazu bleibt das Legoland Deutschland in Günzburg von Erhöhungen unberührt, da die Preise seit 2023 stabil sind.
Die allgemeine Beliebtheit von Freizeitparks scheint den Preiserhöhungen jedoch keinen Abbruch zu tun. Laut einer Studie des Freizeitmonitors der Stiftung für Zukunftsfragen planten 2023 rund 38% der Befragten, mindestens einmal jährlich einen Freizeitpark zu besuchen. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu 30% im Jahr 2013. Allerdings gibt es Unmut über die hohen Eintrittspreise, insbesondere in großen Parks, um die sich häufige Diskussionen auf sozialen Medien ranken. Kleinere Parks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bieten oft günstigere Preismodelle an und werden weniger kritisch betrachtet.
Familienfreundliche Lösungen und steuerliche Forderungen
Familien versuchen häufig, Kosten zu sparen, indem sie eigene Lebensmittel mitbringen und auf die günstigeren Online-Tickets zurückgreifen, die oft bis zu 12 Euro weniger kosten können. Zusätzlich gibt es Vergünstigungen wie freien Eintritt für Geburtstagskinder. Dennoch berichten einige Parks, dass sie sich eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Freizeitparkbesuche von 19% auf 7% wünschen, um den Besuch der Einrichtungen noch attraktiver zu gestalten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Besuch von Freizeitparks in Deutschland nach wie vor sehr geschätzt wird. Die Branche sieht sich jedoch gezwungen, die Eintrittspreise anzupassen, um den steigenden Kosten Rechnung zu tragen. Ob dies die Besucherzahlen beeinflussen wird, bleibt abzuwarten, denn die Anziehungskraft von Attraktionen, Fahrgeschäften und Eventangeboten zieht nach wie vor viele Menschen an. Das zeigt sich nicht nur im Europa-Park, sondern auch in vielen anderen Freizeitparks im gesamten Land.
Weitere Informationen können Sie auf den Seiten der Süddeutschen Zeitung, MDR und Statista finden.