Im Handball ist die Verletzungsgefahr stets präsent. Aktuell trifft es den Kapitän des HC Oppenweiler/Backnang, Jan Forstbauer, besonders hart. Während der 23:31-Niederlage gegen den TV Hüttenberg zog sich Forstbauer einen Kreuzbandriss im Knie zu. Diese schwere Verletzung wird ihn für den Rest der Saison außer Gefecht setzen. Trainer Rui Silva äußerte sich betroffen und betonte, dass Forstbauer eine wichtige Persönlichkeit im Team ist. Er lobte außerdem die Stärke und Reife, mit der Forstbauer mit der Situation umgeht. Trotz seiner Abwesenheit bleibt Forstbauer Teil des Teams, und seine Energie sowie Führungsqualitäten sollen weiterhin eine Rolle spielen. Für den rechten Rückraum steht nun Malte Dederding zur Verfügung, der in dieser Saison vom Drittligisten Wölfe Würzburg kam. Weitere Einsätze Forstbauers sind jedoch nicht mehr möglich, was für das Team eine erhebliche Herausforderung darstellt. Weitere Informationen zu Forstbauers Verletzung und den damit verbundenen Auswirkungen sind in dem Artikel von Handball-Welt zu finden.

Die Realität von Verletzungen im Handball

Handball ist nicht nur eine der beliebtesten Sportarten in Deutschland, sondern auch eine der physisch anspruchsvollsten. Die Deutsche Handball-Liga gehört zu den stärksten Ligen weltweit, und rund 750.000 aktive Handballer sind in Deutschland registriert. Leider sind Verletzungen im Sport an der Tagesordnung. Laut einer Veröffentlichung von Statista sind Kreuzbandverletzungen die häufigsten Verletzungen, die sich Spieler zuzuziehen. Diese Art von Verletzung hat in der Saison 2022/2023 eine hohe Relevanz gezeigt und führt häufig zu langen Ausfallzeiten.

Die Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss dauert in der Regel etwa sechs Monate. Ein weiteres Beispiel ist Franz Semper von der SG Flensburg-Handewitt, der aufgrund einer ähnlichen Verletzung die Handball-WM in Ägypten verpasst hat. Auch andere Verletzungen, wie die am Sprunggelenk, treten häufig beim Landen auf und können von Zerrungen bis zu Bänderrissen reichen. Bei schweren Verletzungen sind mindestens vier Wochen Pause erforderlich. Laut dem Sportlexikon führen professionelle Handballer jährlich durchschnittlich 48.000 Wurfbewegungen aus, was das Risiko von Verletzungen erhöht.

Prävention und Ausblick

Die Realität im Handball zeigt, dass 82% der Verletzungen ohne Einwirkung eines Gegenspielers entstehen, nur 18% sind auf Foulspiele zurückzuführen. Durchschnittlich fällt ein Spieler in der Deutschen Handball-Bundesliga zweimal pro Saison aus, mit einer Ausfallzeit von etwa 26 Tagen. Besonders betroffen sind häufig die Kreisläufer, die durch kraftvolle Angriffssequenzen und zahlreiche Würfe gefährdet sind. Vorbeugung und Regeneration sind daher entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden und die Spieler fit zu halten.

Es bleibt zu hoffen, dass der HC Oppenweiler/Backnang die Herausforderung ohne ihren Kapitän meistern kann und Forstbauer bald wieder auf dem Spielfeld steht. Die Dynamik des Handballs und die damit verbundenen Risiken machen deutlich, wie wichtig es ist, sowohl die körperliche Fitness als auch die mentale Stärke im Sport zu fördern.