Die umfassende Sanierung der B 29 zwischen Urbach im Rems-Murr-Kreis und Lorch im Ostalbkreis ist seit Mai 2024 in vollem Gange. Diese wichtige Straßenmaßnahme soll die Verkehrssicherheit und die Infrastruktur in der Region langfristig verbessern. Am 3. Mai 2024 fiel der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten, die sich über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren erstrecken werden. Traditionell angekündigt wurde die Eröffnung durch Ministerialdirektor Berthold Frieß und Regierungspräsidentin Susanne Bay, die gemeinsam einen innovativen Schritt einleiteten: den Einsatz einer BIM-Drohne zur Dokumentation des Baufortschritts. Dies macht Baden-Württemberg zum Vorreiter in der Anwendung der Building Information Modeling (BIM)-Methodik, die den Bauablauf optimiert. Laut rp.baden-wuerttemberg.de beträgt das Gesamtvolumen der Maßnahme rund 22 Millionen Euro.

Der Sanierungsprozess wird in vier Fachlose unterteilt, darunter Bereiche wie die Verkehrssicherung sowie den Tief- und Straßenbau. Erste Arbeiten begannen bereits am 22. April 2024, was die Planungs- und Vorlaufzeit dieser umfangreichen Straßenrenovierung unterstreicht. Bereits am 4. Juli 2025 wird der vierte Bauabschnitt, der die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Stuttgart sowie die Sanierung von Brücken und Zufahrten umfasst, eröffnet. Gleichzeitig wird der fünfte Bauabschnitt, der von der Zufahrt Waldhausen bis zur Zufahrt Urbach reicht, in dieser Phase in Angriff genommen. Verkehrssicherungsmaßnahmen hierfür werden ebenfalls am 4. Juli 2025 eingerichtet und am 13. Juli 2025 in Betrieb genommen.

Verkehrsführung und Konsequenzen

Trotz der umfangreichen Baumaßnahmen bleibt der Verkehr auf der B 29 in beide Richtungen bestehen. Die Fahrbahn in Richtung Aalen wird weiterhin genutzt, jedoch sind Kleinräumige Umleitungen nach Plüderhausen eingerichtet. Besondere Einschränkungen ergeben sich durch die Sanierung der Zu- und Abfahrt Plüderhausen in Fahrtrichtung Stuttgart, die gesperrt werden müssen. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wird im Baustellenbereich die maximal zulässige Geschwindigkeit reduziert.

Die Fertigstellung des fünften Bauabschnitts wird voraussichtlich Ende August 2025 erfolgen. Insgesamt umfasst das Sanierungsprogramm in Baden-Württemberg im Jahr 2024 über 300 Erhaltungsmaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen, unterstützt durch ein Investitionsvolumen von über 380 Millionen Euro für das gesamte Straßennetz. Der Bund wird rund 221 Millionen Euro zur Verfügung stellen, während das Land voraussichtlich etwa 165 Millionen Euro in das Landesstraßennetz investiert. Diese Bauarbeiten sollen dazu beitragen, die Qualität des Straßenverkehrs in der Region erheblich zu verbessern.

Für aktuelle Informationen über Straßenbaustellen und Verkehrsverhältnisse steht die Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung. Durch die fortschrittlichen Methoden und den umfassenden Ansatz wird die Sanierung der B 29 nicht nur ein herkömmliches Straßenbauprojekt, sondern könnte als Modell für künftige Baumaßnahmen in der Region dienen.