Am 31. Januar 2026 fand im Gasthaus Danzer in Aspach der Bezirksjägertag Braunau statt, eine der größten Veranstaltungen ihrer Art in Oberösterreich. Über 800 Jäger aus dem Bezirk nahmen an diesem bedeutenden Event teil. Bezirksjägermeister Johann Priemaier eröffnete die Veranstaltung und hieß zahlreiche Ehrengäste willkommen, darunter die Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Bezirkshauptmann Gerald Kronberger und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner. Die musikalische Umrahmung wurde von der Jagdhornbläsergruppe Adenberg übernommen, die der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen verlieh.
Im Rahmen des Bezirksjägertags fand eine Trophäenschau statt, die die Abschüsse des vergangenen Jagdjahres präsentierte und großen Zuspruch fand. Die Themen der Reden umfassten die Bedeutung des Miteinanders zwischen Jägerschaft, Landwirtschaft, Behörden und der Bevölkerung sowie die Herausforderungen, die sich aus einer steigenden Schwarzwildpopulation und neuen gesetzlichen Regelungen ergeben. Auch die Ehrung langjähriger und verdienter Jäger stand im Fokus. Die Abschusszahlen für das Jagdjahr 2025/26 wurden ebenfalls thematisiert: So wurden 24 Stück Rotwild, 6.998 Stück Rehwild (109% des geplanten Abschusses erfüllt) und 335 Stück Schwarzwild erlegt, was im Vergleich zum Vorjahr eine signifikante Steigerung darstellt.
Jäger im Bezirk Braunau
<pAktuell sind im Bezirk Braunau etwa 1.400 Jäger registriert, von denen mehr als 10% Frauen sind. Der Bezirkshundereferent Walter Schanda berichtete über die 324 gemeldeten Jagdhunde, von denen 74 in Ausbildung sind. Die stärkste Hunderasse im Bezirk ist der Deutsch-Drahthaar, gefolgt vom Labrador. Dies zeigt, wie wichtig die Rolle der Jagdhunde in der Jagdpraxis ist und welche Traditionen in der Region gepflegt werden.
Ein neuer Aspekt, der zur Diskussion stand, war das neue Jagdgesetz, das sich im Bezirk gut eingespielt hat. Es ist zentral, dass die Jägerschaft sich den modernen Anforderungen anpasst und verantwortungsbewusst mit den Ressourcen umgeht. Dies wurde auch durch die hohe Erfüllung der Rehwildabschüsse unterstrichen, die für den Waldschutz von großer Bedeutung sind. Die Jagd hat also nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine ökologische Funktion.
Der Weg zum Jagdschein
Für viele junge Menschen, die sich für das Jagen interessieren, beginnt der Weg zum Jagdschein bereits im Alter von 16 Jahren. Interessierte können vor ihrem 16. Geburtstag an einem Vorbereitungslehrgang teilnehmen, um sich auf die Prüfung vorzubereiten. Diese Lehrgänge, die in der Regel von den Kreisjägerschaften angeboten werden, dauern rund sechs Monate und umfassen mindestens 120 Stunden Theorie und Praxis. Die Prüfung selbst besteht aus mehreren Abschnitten, darunter eine Schießprüfung, eine schriftliche Prüfung und eine mündliche/praktische Prüfung. Die Anforderungen variieren je nach Bundesland, was den Weg zum Jagdschein spannend und vielfältig macht. Informationen zu den spezifischen Anforderungen und Abläufen sind auf den entsprechenden Webseiten der Jagdverbände zu finden, wie zum Beispiel auf jagdverband.de.
Insgesamt zeigt der Bezirksjägertag Braunau, wie lebendig und vielfältig die Jagdkultur in der Region ist. Sie verbindet Tradition mit modernen Herausforderungen und bietet den Jägern eine Plattform, um sich auszutauschen und weiterzubilden. Weitere Informationen zu diesem Event finden Sie auch in den Artikeln auf tips.at und meinbezirk.at.



