Am 24. Mai 2025 kam es in Hemmingen, Niedersachsen, zu einem vorübergehenden Stromausfall. Laut news.de verzeichnete die Avacon AG Handlungsbedarf, da in der Region Störungen festgestellt wurden. An dem betroffenen Standort, Im Bultfeld im Ortsteil Arnum, war die Störung bereits am 23. Mai 2025 um 11:00 Uhr behoben worden.

In Deutschland liegt die durchschnittliche Stromversorgung bei nahezu durchgängiger Verfügbarkeit, lediglich mit wenigen Minuten Ausfall jährlich. Dennoch treten häufig Niederspannungsstörungen in einzelnen Haushalten auf, die den Techniker von Avacon aktiv werden lassen müssen. Informationen über routinemäßige Wartungen lagen zum Zeitpunkt der Störung nicht vor.

Umgang mit Stromausfällen

Für Betroffene gibt es einige Hinweise zum Umgang mit einem Stromausfall. Nutzer sollten in erster Linie Ruhe bewahren und die Sicherungen im Sicherungskasten überprüfen. Eine sofortige Kontaktaufnahme mit den Rettungsleitstellen von Polizei oder Feuerwehr ist nicht nötig; stattdessen empfiehlt es sich, die Störung direkt bei Avacon zu melden. Der Störungsreport des Netzbetreibers bietet dazu hilfreiche Informationen.

Wirft man einen Blick über die aktuellen Störungen hinaus, bietet die Webseite von Avacon zusätzlich eine Übersicht über geplante und ungeplante Versorgungsausfälle im Netzgebiet. Dies ermöglicht den Nutzern, gezielt nach Ausfällen zu suchen und diese auf einer Karte anzuzeigen. Farbliche Legenden helfen dabei, den Status von Störungen oder geplanten Wartungsarbeiten schnell zu erfassen.

Stromversorgung in Deutschland

Die Systemstabilität der Stromversorgung wird zunehmend herausfordernder, da der Umbau des Energiesystems auf erneuerbare Energien zu einer höheren Netzauslastung führt. Laut VDE bleibt der Netzausbau hinter dem notwendigen Maß zurück, was zu Engpässen führt. Mit einer Erzeugung aus erneuerbaren Energien von 251,2 TWh im Jahr 2023 – einem Anstieg von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr – liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am durchgeleitetem Strom bei 55,0 %. Im Gegensatz dazu ging die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern um 24 % zurück.

Die allgemeine Gasversorgung in Deutschland ist stabil und die Versorgungssicherheit wird als gewährleistet angesehen. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung als gering ein. Der Rückgang des Stromverbrauchs im Jahr 2022 war vor allem durch den Krieg in der Ukraine und umfangreiche Sparbemühungen bedingt, was sich auch auf die Zahlen im Jahr 2023 auswirkt.

Insgesamt bleiben die Versorgungssicherheit und die Systemstabilität zentrale Themen für die Zukunft der Stromversorgung in Deutschland. Die Herausforderungen sind vielfältig, doch sind sowohl Netzbetreiber als auch Versorgungsunternehmen bemüht, die bestehenden Probleme bestmöglich zu lösen.