Heute ist der 25.02.2026 und die Landtagswahl in Baden-Württemberg steht vor der Tür. Am 8. März 2026 wird die Bevölkerung an die Urnen gerufen, um über die Zukunft des Bundeslandes zu entscheiden. Die Analyse der Wahlprogramme zeigt, dass die Parteien zahlreiche positive Versprechen und Zukunftskonzepte präsentieren. Der Autor Robert Schwarz hat sich durch die Wahlprogramme gearbeitet, die in Form von PDFs vorliegen. In seinem Artikel auf Schwäbische Post hebt er die Zuversicht, den Fleiß und das Heimatgefühl der Partei „Agenda“ hervor, während die Partei „Stark in bewegten Zeiten“ den Fokus auf Stabilität, Region und Wohlstand legt.

Die Wahlprogramme sind so optimistisch, dass man sich fragt, ob Wahlen überhaupt notwendig sind. Dies spiegelt sich auch in den zentralen Themen wider, die in der kommenden Wahl diskutiert werden: Steuern, Bürokratie, Energiepreise und Förderprogramme stehen im Mittelpunkt. In Baden-Württemberg treten insgesamt 21 Parteien mit Landeslisten an, darunter die Grünen, CDU, SPD und AfD, während 24 Bewerber aus formalen Gründen gestrichen wurden. Die Umfragen von Infratest Dimap zeigen, dass die CDU mit 29% an der Spitze steht, gefolgt von den Grünen mit 23% und der AfD mit 20%. Diese Zahlen können sich jedoch bis zur Wahl noch ändern.

Die Parteien und ihre Programme

Die CDU konzentriert sich auf Entlastung und Bürokratieabbau und plant, ein One-Stop-Shop-Prinzip einzuführen. Dies könnte für Gründer von Vorteil sein, da digitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden möglich werden sollen. Die Grünen hingegen setzen auf eine Verbindung von wirtschaftlicher Stärke und Klimaschutz. Ihr Programm beinhaltet ebenfalls einen Bürokratieabbau durch Digitalisierung und Unterstützung für Startups und den Mittelstand.

Die AfD verfolgt eine wirtschaftsliberale Ausrichtung mit dem Ziel, die Energiepreise massiv zu senken und Bürokratie abzubauen. Im Gegensatz dazu legt die SPD Wert auf eine aktive Industrie- und Strukturpolitik sowie eine Investitionsoffensive. Sie möchte insbesondere Gründer und Startups unterstützen, vor allem im Bereich nachhaltiger Geschäftsmodelle. Auch die Linke hat ihre eigenen Schwerpunkte: Sie fordert höhere Steuern für Unternehmen und möchte soziale, ökologische und genossenschaftliche Unternehmensformen fördern.

Wichtige Wahlkampffragen

Ein zentrales Thema im Wahlkampf wird die mögliche Beendigung der 15-jährigen Regentschaft der Grünen in Baden-Württemberg sein, da Winfried Kretschmann nicht mehr als Spitzenkandidat antreten wird. Bei dieser Wahl dürfen auch erstmals 16- und 17-Jährige abstimmen, was einen neuen Impuls für die Wählerschaft darstellen könnte. Zudem gibt es eine neue Regelung, die den Wählern zwei Stimmen auf dem Wahlzettel ermöglicht: eine Erststimme für Kandidaten und eine Zweitstimme für Parteien.

Die neuesten Umfragen zeigen, dass Cem Özdemir als möglicher Nachfolger von Kretschmann gehandelt wird, während Manuel Hagel von der CDU, der seit 2016 im Landtag ist, als Spitzenkandidat auftritt. Hagel fokussiert sich auf Bildung, Wirtschaft und Sicherheit und grenzt sich dabei von der AfD ab. Diese hat mit Markus Frohnmaier einen eigenen Spitzenkandidaten, der ein „9-Punkte-Sofortprogramm“ vorgestellt hat. Auch Andreas Stoch von der SPD und Hans-Ulrich Rülke von der FDP treten wieder an, wobei Rülke auf Bürokratieabbau setzt und mit der CDU koalieren möchte.

Fazit und Ausblick

Die wirtschaftliche Lage in Baden-Württemberg wird das beherrschende Thema bei der Landtagswahl sein, insbesondere angesichts der Herausforderungen in der Autobranche. Bürger nennen Sicherheit, Flucht und Bildung als weitere wichtige Themen. Sollte es der CDU gelingen, die Wähler von sich zu überzeugen, könnte sie als Regierungspartei aus den Wahlen hervorgehen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD ist jedoch von allen anderen Parteien ausgeschlossen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Wahlkampfdynamik in den verbleibenden Tagen bis zur Wahl entwickeln wird.