Am 25. Oktober 2025 fand im Ostalbkreis eine umfangreiche Führungsstabübung statt, die sich auf die Bewältigung eines möglichen flächendeckenden Stromausfalls konzentrierte. In dieser einer der ersten Übungen dieser Art im Landkreis wirkten neben regionalen Führungsgruppen der Feuerwehren auch Fachberater von Hilfsorganisationen und Behörden sowie die Netze ODR mit. Diese umfassende Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Vorbereitung auf Krisenszenarien, insbesondere im westlichen Teil des Landkreises mit dem Schwerpunkt Schwäbischer Wald, wie die Schwäbische berichtet.
Ziel der Übung war es, geeignete Maßnahmen zur Reaktion auf einen längeren Stromausfall zu erproben und wertvolle Erkenntnisse für optimalere Planungen in der Zukunft zu gewinnen. Ein zentraler Aspekt war der Aufbau redundanter Kommunikationskanäle, um die Einsatztätigkeiten auch im Falle eines Kommunikationsausfalls aufrechtzuerhalten. Dabei wurde auch ein Konzept zur frühzeitigen Warnung und Information der Bevölkerung vorgestellt, unter anderem durch moderne Kommunikationstechniken wie Cell Broadcast.
Wichtige Maßnahmen und Ressourcen
Im Rahmen der Übung wurden Feuerwehrhäuser als “Leuchttürme” aktiviert, die im Ernstfall eine zentrale Rolle bei der Informationsvermittlung spielen könnten, falls herkömmliche Kommunikationsnetze ausfallen. Auch der sichere Betrieb kritischer Infrastrukturen stand im Fokus: Notstromaggregate für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Wasserversorger und Kläranlagen wurden thematisiert. Weitere Punkte umfassen die Einrichtung von mobilen Tankstellen und die Notwendigkeit für eine effektive Verkehrslenkung, unterstützt durch die Polizei und das Technische Hilfswerk (THW).
Leiter des Führungsstabs, Sebastian Ams, hob die Bedeutung der Fachberater der Hilfsorganisationen und Behörden hervor und betonte, dass die Effektivität der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren entscheidend ist. Die technischen Ressourcen und das Know-how der Einsatzkräfte spielen eine wesentliche Rolle in der Krisenbewältigung.
Matthias Herdeg, der stellvertretende Leiter des Führungsstabs, kündigte zudem die Bildung einer Fachberatergruppe an, um die Zusammenarbeit im nächsten Jahr weiter zu vertiefen. Wiederum wurde die positive Rückmeldung von Landrat Joachim Bläse und Kreisbrandmeister Andreas Straub zur Zusammenarbeit und den Ergebnissen der Übung betont.
Ausblick auf künftige Übungen
Im kommenden Jahr soll der Schwerpunkt der Übungen auf der Zusammenarbeit mit den Sanitätseinheiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser Hilfsdienstes liegen. Diese integrationsorientierten Ansätze sind wesentliche Elemente, um die Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen weiter zu verbessern.