Im Raum Schwäbisch Gmünd wurde eine neue Unterstützungsgruppe Rettungsdienst (URD) ins Leben gerufen, um den Rettungsdienst zu stärken und die Einsatzbereitschaft in Krisen- und Katastrophensituationen zu verbessern. Die Gmünder Malteser, die diese Gruppe gegründet haben, reagieren damit auf die Herausforderungen, die durch die Hochwassersituation im Juni 2024 entstanden sind, als ein Seniorenheim evakuiert werden musste. Michael Belko übernimmt die Leitung der URD, die rund 30 ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter umfasst.
Die URD ist darauf ausgelegt, alarmiert zu werden, wenn der reguläre Rettungsdienst überlastet ist. Dazu steht ein vollwertig ausgestatteter Rettungswagen bereit, der von qualifizierten Kräften besetzt werden muss. Der Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes (MHD), Michael Berger, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt, die für diesen Einsatz unerlässlich ist. Bereits seit dem 1. November 2024 ist die URD einsatzbereit und hat ihr Können bereits bei verschiedenen Verkehrsunfällen sowie einer Glatteissituation unter Beweis gestellt.
Krisenbewältigung und Bevölkerungsschutz
Die Gründung der URD reflektiert einen übergreifenden Trend in Deutschland, das Augenmerk auf den Bevölkerungsschutz zu legen. Die Hochwasserlagen der letzten Jahre haben verdeutlicht, wie wichtig eine gut aufgestellte und belastbare Hilfsstruktur ist, um schnell reagieren zu können. Dies hat auch das Deutsche Rote Kreuz drk.de erkannt, das in den vergangenen Krisen einen großen Einsatz gezeigt hat. Es wird betont, dass Deutschland Nachholbedarf im Bereich des Bevölkerungsschutzes hat und Investitionen in die Zukunft dringend erforderlich sind.
Die Malteser in Schwäbisch Gmünd sind sich dieser Verantwortung bewusst und planen bereits weitere Aufrüstungen. So wird eine mobile Sanitätsstation in Gmünd stationiert, um den Katastrophenschutz weiter zu stärken. Des Weiteren wird nach einer zentralen Halle gesucht, um die wachsende Ausrüstung des MHD unterzubringen. Eine gute Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, insbesondere dem DRK, wird als integraler Bestandteil des Erfolges angesehen.
Die Herausforderungen, die durch Hochwasserlagen wie die im vergangenen Juni entstanden sind, verdeutlichen die Notwendigkeit, für die Zukunft vorzusorgen. Dies ist nicht nur eine lokale, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle Organisationen im Bevölkerungsschutz einbezieht. Während Bayern als Vorreiter im Umgang mit diesen Situationen gilt, müssen auch andere Länder ihren Ansatz zum Bevölkerungsschutz überdenken und eine Zeitenwende in der Finanzierung anstreben.