Die Geburtenzahlen im Ostalbkreis haben im Jahr 2025 eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen, die insbesondere in den Städten Mutlangen und Aalen zu beobachten ist. Während in Mutlangen ein Rückgang der Geburten um 6,0 Prozent zu verzeichnen ist – von 1493 Geburten im Jahr 2024 auf 1403 Geburten im Jahr 2025 –, konnte Aalen einen leichten Anstieg um 2,5 Prozent verzeichnen. Hier wurden im Jahr 2025 insgesamt 1801 Geburten gezählt, nach 1757 im Vorjahr. In beiden Kliniken – Aalen und Mutlangen – wurden mehr Jungen als Mädchen geboren. In Mutlangen waren es 648 Mädchen und 755 Jungen, in Aalen mit 873 Mädchen und 928 Jungen ebenfalls mehr Jungs als Mädchen geboren worden. Schwäbische Post berichtet, dass der Anstieg in Aalen möglicherweise auf Schwangere aus Ellwangen zurückzuführen ist. Dies könnte im Zusammenhang mit der Schließung der Geburtshilfe an der Ellwanger Virngrundklinik im September 2024 stehen, die durch Personalmangel und sinkende Geburtenzahlen verursacht wurde.

Die Schließung der Klinik hat zahlreiche Auswirkungen auf die Geburtenzahlen in der Region und betont die Notwendigkeit der Fusion der Kinderkliniken, um Einsparungen von bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr zu erzielen. Mitarbeitende der Ellwanger Klinik wurde ein Wechsel zu den Einrichtungen in Aalen und Mutlangen angeboten. Zudem wird ab dem Jahr 2035 der neue Zentralversorger in Essingen für Risikogeburten zuständig sein, was die Versorgung von werdenden Müttern in der Region langfristig sichern könnte.

Bundesweite Trends

Auf nationaler Ebene zeigen die aktuellen Statistiken einen Rückgang der Geburtenzahlen in Deutschland. Von Januar bis September 2025 wurden rund 494.000 Geburten registriert, was einem Rückgang von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies zeigt sich besonders ausgeprägt in Ostdeutschland, wo die Geburtenzahlen um 7,0 Prozent gesenkt wurden, während Westdeutschland mit einem leicht geringeren Rückgang von 3,8 Prozent zu kämpfen hat. Laut Destatis wurden allein von Januar bis Oktober 2025 rund 549.000 Kinder geboren, wobei der Rückgang im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 4,3 Prozent beträgt.

Ein Blick auf die Geburtenzahlen von 2024 zeigt, dass 677.117 Kinder geboren wurden, während die zusammengefasste Geburtenziffer von 1,38 auf 1,35 Kinder je Frau sank. Besonders bemerkenswert ist der Rückgang der Geburten erster Kinder, der bereits seit 2017 zu verzeichnen ist. Im Jahr 2024 entstanden 46,4 Prozent der Geborenen als erste Kinder, 35,1 Prozent als zweite Kinder und 18,5 Prozent als dritte oder weitere Kinder. Der Anteil der deutschen Staatsangehörigen unter den Müttern lag bei 71 Prozent, wobei Mütter mit einem Durchschnittsalter von 30,4 Jahren ihr erstes Kind zur Welt brachten. Statista hat hierzu umfassende Daten veröffentlicht, die monatliche Geburtenzahlen in Deutschland über den Zeitraum von Januar 2024 bis September 2025 dokumentieren.