Um die 90 Jahre eines besonderen Jahrgangs zu feiern, organisiert der Altersgenossenverein (AGV) 1935 in Schwäbisch Gmünd ein unvergessliches Fest. Kurt Büttner, der langjährige Vorsitzende des AGV 1935, hatte bereits vor zehn Jahren eine Einladung zu diesem Fest ausgesprochen. Obwohl der Verein mittlerweile aufgelöst ist, bleibt die Verbindung zwischen den Mitgliedern durch regelmäßige Treffen und gemeinsame Aktivitäten wie Wanderungen und eine Weihnachtsfeier stark. Die Erinnerung an Kurt Büttner wird dabei besonders hochgehalten, während die Vorbereitungen für das große Jahrgangsereignis nun in vollem Gange sind.
Am Samstag, dem 19. Juli, wird ein Umzug mit 31 Teilnehmern durch die Straßen der Stadt führen. Dies ist der zweite Jahrgang, der einen 90er-Umzug organisiert, der Teil einer über 150-jährigen Tradition in Schwäbisch Gmünd ist. Die Umzüge für Jahrgänge ab 40 finden jedes Jahr im Juni statt und ziehen Tausende von Zuschauern an, die den festlich gekleideten Teilnehmern am Straßenrand zujubeln und ihnen Blumen überreichen. Frauen tragen elegante Festkleider, während die Männer in Frack und Zylinder erscheinen, wie schwaebisch-gmuend.de berichtet.
Umzug und Feierlichkeiten
Die Veranstaltungsorganisation ist jedoch nicht ohne Herausforderungen verlaufen: Der Stadtgarten, der ursprünglich für die Feierlichkeiten vorgesehen war, war wegen Hochzeiten nicht verfügbar, und auch die Elektrozügle konnten nicht gebucht werden. Allerdings hat das Team um Siegfried Dalferth, Jahrgang 1935 und eng mit der Geschichte des Vereins verbunden, kreative Lösungen gefunden. Der Umzug wird nun im Rokokoschlösschen stattfinden, und es stehen zwei Elektrozügle zur Verfügung, um die Teilnehmer zu befördern.
Der Festtag beginnt mit einem Gottesdienst für eine nicht mobile Teilnehmerin im Altenheim St. Anna um 9 Uhr. Der Umzug startet dann um 10 Uhr in Richtung Kornhausplatz, wo die Band „Al dente“ den ersten Wagen begleitet. Um 10.30 Uhr wird der Weg in Richtung Marktplatz und zur Johanniskirche fortgesetzt, wo der Stadtsprecher Markus Herrmann in einer besonderen Zeremonie die Kulturerbefahne trägt.
Ziele und Werte des Vereins
Die Mitglieder des AGV 1935 haben ein klares Ziel vor Augen: Sie möchten die 90er-Umzüge als festen Bestandteil im Dachverband etablieren. Um 11 Uhr findet ein Alois-Singen mit einem Gratulationszeremoniell an der Johanniskirche statt, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen im Stadtgarten um 12.30 Uhr. Die Feierlichkeiten sind für 15.30 Uhr beendet.
Besonders hervorgehoben wird die Entscheidung der Teilnehmer, auf Geschenke zu verzichten, da sie bereits alles haben, was sie benötigen. Der Jahrgang 1935 zeigt damit eine bemerkenswerte Verbundenheit und erinnert an eine Zeit, die dem Verein und seinen Mitgliedern viel bedeutet. Die Teilnehmer werden als „unkaputtbar“ beschrieben, was die Stärke und den Zusammenhalt wiederspiegelt, die durch die lange Tradition der Altersgenossenfeste entstanden sind, wie remszeitung.de feststellt.