Am 19. Januar 2026 wurde in Singen der Spatenstich für ein bedeutendes Bauprojekt von Orbitalum gesetzt. Das Unternehmen, bekannt für seine Maschinen zur Herstellung von Rohrleitungssystemen, plant den Neubau einer Lagerhalle sowie eines Bürogebäudes auf seinem seit 2006 bestehenden Gelände. Diese Erweiterung ist ein deutliches Zeichen für die strategische Ausrichtung von Orbitalum, die darauf abzielt, das nachhaltige Wachstum des Unternehmens auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu fördern. Markus Tamm von Orbitalum/ITW Welding hob die Relevanz des Projekts für die Schaffung einer modernen Arbeitsumgebung hervor, die bestehende Gebäude entlasten soll, die inzwischen an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten.

Mit einem Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich möchte Orbitalum nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern auch den Standort Singen als europäischen Mittelpunkt für die Marken Orbitalum und Miller Electric etablieren. Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler genießt das Unternehmen den Rückhalt der Stadt, während die Bauarbeiten von der regionalen Niederlassung Goldbeck aus Engen durchgeführt werden. Die ersten Vorbereitungen für das Bauprojekt begannen bereits 2022, sodass der Baustart nach vier Jahren nun Realität wird. Die Fertigstellung der neuen Gebäude ist bis März 2027 angestrebt.

Technologische Innovationskraft

Orbitalum, die Hersteller von hochpräzisen Maschinen und Geräten für den industriellen Rohrleitungsbau, hebt sich durch Produkte hervor, die hohe Wirtschaftlichkeit und einfache Bedienbarkeit bieten. Ihre Applications, insbesondere die Orbitalschweißanlagen, ermöglichen präzise, dokumentierbare und sichere Schweißverbindungen, was vor allem in den Bereichen Nahrungsmittel, Pharma, Halbleiter sowie Luft- und Raumfahrt von entscheidender Bedeutung ist. Diese Innovationskraft reiht sich nahtlos in den Trend der Industrie 4.0 ein, der eine vernetzte und intelligente Produktion im Fokus hat.

Industrie 4.0, die vierte industrielle Revolution, bringt neue Herausforderungen und Chancen mit sich. Unternehmen vernetzen Betriebsmittel, Maschinen und Logistiksysteme, was zur Effizienzsteigerung und der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen beiträgt. Statistiken zeigen, dass 2022 etwa 65% der Unternehmen in Deutschland Anwendungen für Industrie 4.0 nutzten, während mehr als 50% der großen Firmen sich als Vorreiter in dieser Entwicklung sehen. Die Automatisierung und der Einsatz selbstlernender Maschinen stehen insbesondere im Vordergrund, um den Produktionsprozess zu optimieren.

Die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Technologien sind jedoch nicht zu unterschätzen. Unzureichende Datenverfügbarkeit, hohe Implementierungskosten und Fachkräftemangel sind häufig genannte Probleme. Dennoch bleibt der Glaube an die positive Wirkung von Industrie 4.0 zur Senkung des Verbrauchs und zur Effizienzsteigerung stark, wobei 79% der Unternehmen sich dessen bewusst sind.

Das Bauprojekt von Orbitalum in Singen ist somit nicht nur ein weiterer Schritt in Richtung des eigenen Wachstums, sondern auch ein Beitrag zum Gesamtbild der technologischen Entwicklung in der Industrie, das die Weichen für eine nachhaltige und innovative Zukunft stellt.