Im Hohenlohekreis hat der Bau der größten Freiflächen-Photovoltaikanlage begonnen. Die Anlage wird auf dem Oberen Railhof in der Gemeinde Mulfingen errichtet und erstreckt sich über eine Fläche von rund 33 Hektar. Mit einer Spitzenleistung von 34 Megawatt wird die Anlage genug Strom für etwa 8.000 Vier-Personen-Haushalte erzeugen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Zudem wird ein Speicher mit einer Kapazität von 55 MWh errichtet, der eine Anbindung an ein neues Umspannwerk in Jagstberg, etwa 3,5 Kilometer entfernt, ermöglicht. Die Flächen, auf denen die Anlage gebaut wird, gelten als benachteiligt und bestehen aus steinigen Tonplatten. Für dieses Projekt haben 13 Landwirte ihre Flächen an die Projektgesellschaft KSNVI PV Mulfingen verpachtet. Besondere Förderungen für benachteiligte Gebiete sowie regelmäßige Pachtzahlungen für die beteiligten Landwirte machen das Vorhaben attraktiv.
Die Planung der Photovoltaikanlage läuft bereits seit vier Jahren und wird von der Projektgesellschaft, die aus KS Solar und NewVista Invest besteht, vorangetrieben. Die Finanzierung erfolgt durch regionale Banken, und auch die Zulieferer stammen aus der Region. Die Verfahrensfreistellung hat das Projekt beschleunigt und trägt zur unabhängigen sowie resilienten Energieversorgung bei. Die Unterstützung durch die lokale Politik und die Behörden spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie in dem Artikel von Stimme.de.
Photovoltaik im Hohenlohekreis
Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Baden-Württemberg Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 988 Megawatt installiert. Im Hohenlohekreis belegt man hierbei Platz 18 von insgesamt 44 Stadt- und Landkreisen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 wurden im Hohenlohekreis Solarstromanlagen mit einer installierten Leistung von 22,9 Megawatt errichtet. Joachim Schröder, Leiter des Klima-Zentrums Hohenlohekreis, hebt hervor, dass der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen entscheidend für eine sichere und günstige Stromversorgung ist. Der Hohenlohekreis hat mit einem Zubau von 8,2 Megawatt bei neuen Solarparks sogar den 11. Platz in der Photovoltaik-Liga erreicht.
Die Notwendigkeit, mehr Solarstrom zu produzieren, wird von Lukas Kempf, Projektleiter Photovoltaik, deutlich betont. Angesichts der steigenden Nachfrage nach günstigem und klimafreundlichem Strom ist der Ausbau von Solarenergie unerlässlich. Auch die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen ist bemerkenswert: Sie amortisieren sich in der Regel nach etwa 10 bis 12 Jahren und reduzieren die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz. Informationen zu Beratung und Unterstützung für Hauseigentümer, Unternehmen und Kommunen zum Erwerb und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen bietet das Klima-Zentrum Hohenlohekreis an. Weitere Details sind in dem Artikel von Klima Hohenlohe zu finden.
Erneuerbare Energien im Überblick
Die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Stromversorgung wird immer klarer. Im Jahr 2024 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromsektor bereits 54,1 Prozent. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stieg auf 285,9 Milliarden kWh, was eine Zunahme von 10 Milliarden kWh im Vergleich zu 2023 darstellt. Besonders die Photovoltaik hat dabei einen kräftigen Schub erfahren: Im Jahr 2024 wurden über 18.000 MW neu installierte PV-Anlagen verzeichnet, was eine Verdopplung der installierten Leistung in den letzten fünf Jahren bedeutet.
Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig der Ausbau der erneuerbaren Energien für die Erreichung der Klimaziele ist. Die Zahlen belegen, dass die Photovoltaik nicht nur eine umweltfreundliche Energiequelle darstellt, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. Während ihrer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren erzeugen die Module das elf- bis 18-fache der benötigten Herstellungsenergie. Weitere Informationen zu den aktuellen Zahlen und Entwicklungen in der Branche finden Sie auf der Website des Umweltbundesamtes.