Am 8. Februar 2026 hat die Alternative für Deutschland (AfD) mit der Gründung ihrer Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Brandenburg einen bedeutenden Schritt getan. Bundesvorsitzender Jean-Pascal Hohm äußerte den Anspruch, dass die Organisation die Jugendorganisation der stärksten politischen Kraft in Brandenburg werden wolle. Die Gründung erfolgt vor den wichtigen Wahlen im Jahr 2026 und in Erwartung von Zuwächsen der AfD in mehreren Bundesländern. Die AfD ist seit den letzten Bundestagswahlen als stärkste politische Kraft in Brandenburg etabliert.

Der neue Landesverband folgt der aufgelösten Jungen Alternative (JA), die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wurde. Die „Generation Deutschland“ ist vollständig in die AfD integriert und soll ein gemäßigteres Auftreten an den Tag legen. Hohm betonte dabei den Fokus auf die Rekrutierung politischer Nachwuchskräfte, während der Verfassungsschutz Brandenburg den AfD-Landesverband nach wie vor als rechtsextrem klassifiziert.

Wahlen und Parteistrukturen im Blick

Die neu gegründete Organisation steht ausschließlich Parteimitgliedern offen und hat das Ziel, Fachkräfte für die AfD und die Parlamente zu formen. Der Vorsitzende Hohm, der bereits im Landtag von Brandenburg aktiv ist, betont die Bedeutung einer starken zweiten und dritten Reihe in der Partei, um die Normalisierung der AfD bundesweit voranzutreiben. Unterstützt wird er von prominenten Mitgliedern wie Hannes Gnauck und Björn Höcke.

Fabian Jank wurde zum Landesvorsitzenden ohne Gegenstimme gewählt, wobei seine Verbindungen zur Identitären Bewegung (IB) in den Einstufungsvermerken berücksichtigt werden. Die Gründung wurde von einem Gegenprotest begleitet, an dem rund 60 Teilnehmer, organisiert von der Grünen Jugend und den Brandenburger Jusos, teilnahmen.

Rechtsextremismus und Radikalisierung

Die Gründung der „Generation Deutschland“ fällt in eine Zeit, in der die Sicherheitsbehörden eine zunehmende Radikalisierung junger Akteure im gewaltorientierten Rechtsextremismus beobachten. Besonders im digitalen Raum, etwa durch soziale Medien wie TikTok und Instagram, finden Radikalisierungsprozesse häufig statt und können schnell zu einer Affinität für Gewalt führen. Solche Bewegungen sind häufig nicht an klassische rechtsextremistische Strukturen angebunden und mobilisieren Jugendliche auf unkonventionelle Weise.

Gruppierungen wie „Jung & Stark“, „Deutsche Jugend Voran“ und „Der Störtrupp“ setzen sich zunehmend gegen die LSBTIQ-Community ein. In der Vergangenheit sind bereits Gewalttaten von Mitgliedern dieser Gruppierungen verzeichnet worden, während die Sicherheitsbehörden die Entwicklungen im rechtsextremistischen Bereich genau beobachten und sich austauschen.

Inmitten dieses Umfelds ist die AfD bestrebt, ihre Strukturen – über die „Generation Deutschland“ hinaus – weiter auszubauen und gleichzeitig eine Distanzierung von den bestehenden Vorurteilen zu erreichen. Hohm selbst hat sich in der Vergangenheit mit nationalistischen Ansichten offenbart und zeigt dabei wenig Interesse an der Einschätzung des Verfassungsschutzes.

Die Entwicklungen rund um „Generation Deutschland“ und die anhaltende Radikalisierung junger Menschen werden weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit sowie der Sicherheitsbehörden stehen. Angesichts der bevorstehenden Wahlen bleibt abzuwarten, wie sich diese Dynamiken auswirken werden.