Die Radsportler aus Sachsenheim haben sich in diesem Jahr ein ambitioniertes Ziel gesetzt: die „Bestie der Provence“. Dieses anspruchsvolle Vorhaben wird in enger Verbindung mit der deutsch-französischen Jumelage, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, angepackt. Geplant ist ein beeindruckendes Grillfest in der Partnerstadt Valréas, das den sportlichen Hintergrund des Events ergänzt. Die Gruppe, unterstützt von der „Radbande im Stromberg“, wird auf der Rückfahrt von Valréas nach Schwabenland mehrere interessante Stationen ansteuern, darunter Lyon, Arc et Senans und Müllheim, bevor es schließlich in den Schwarzwald geht.
Die Radtour hat eine Länge von beeindruckenden 1600 Kilometern und umfasst insgesamt 12.000 Höhenmeter. Die Radbande, bestehend aus Rennradfahrern im Alter von 25 bis 60 Jahren, wurde 2019 gegründet und ist vor allem im Landkreis Ludwigsburg aktiv. Ihre Mitglieder kommen aus den Städten Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Freiberg, Pleidelsheim sowie Markgröningen-Unterriexingen. Sebastian Holler von der Radbande zeigt sich zuversichtlich: „Die körperlichen Strapazen der Tour werden lohnenswert sein.“ Das übergeordnete Ziel dieser Tour ist nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern auch die Förderung von Freundschaften und die Feier von Europa und Radsport.
Ein Rückblick auf 30 Jahre Partnerstadt
Die Feierlichkeiten zur 30-jährigen Partnerschaft mit Valréas sind von großer Bedeutung für die Stadt Sachsenheim. Diese Verbindung wurde 1962 durch die bekannte Rede von General Charles de Gaulle im Schloss Ludwigsburg gestärkt, in der er die Notwendigkeit der deutsch-französischen Freundschaft betonte. Mit einem Besuch von neun Radfahrern aus Valréas wird diese langjährige Freundschaft in diesem Jahr erneut gefeiert. Die Radfahrer werden von der Radbande im Stromberg betreut und erleben die Gastfreundschaft der Sachsenheimer.
Die Aktivitäten rund um die Jumelage sind vielfältig. Die Tour de Sachsenheim beginnt mit einem Frühstück und einem Espresso-Stopp, bevor die Radfahrer in Zweierreihen in die Löwensteiner Berge aufbrechen. Zuvor wurde ein gemeinsames Turnier organisiert, welches von Bernhard Wycisk initiiert wurde. Über die Jahre haben er und seine Frau Karin zahlreiche Schüleraustausche organisiert und sich für die Partnerschaft eingesetzt.
Sport und Gemeinschaft
Am nächsten Morgen sind alle Radfahrer zu einem Frühstück in einer Kaffeerösterei in Hohenhaslach eingeladen, wo sie weiteren Zuspruch der dortigen Bewohner erfahren. Ein Wettbewerb um den höchsten Aussichtspunkt und ein Oldtimer-Korso sind ebenfalls Teil des Programms, das die Teilnehmer in die Tradition der Jumelage einbindet. Der Sonntag wird der Lichtenstern Tour gewidmet und von Schülern des Lichtenstern Gymnasiums organisiert. An diesem Tag wird ein Ortssprint in Hohenhaslach ausgetragen, um den Sieger der Tour zu küren, was mit einem spannenden Rennen und einem Fotofinish endet.
Die gemeinsame Reise findet einen feierlichen Abschluss mit einem Abendessen im Restaurant Rose in Hohenhaslach, wo Fabrice aus Valréas einen regionalen Lemberger Hohenhaslacher Kirchberg bestellt. Der Präsident der Radfahrergruppe, Alban, kündigte an, Grüße an seine Freunde in Valréas zu senden.
Diese Feierlichkeiten und sportlichen Herausforderungen spiegeln die lebendige Verbindung zwischen Sachsenheim und Valréas wider und fördern den Austausch und die Freundschaft zwischen den beiden Städten. Die Vorfreude auf die bevorstehenden Ereignisse, sowohl im Hinblick auf den Radsport als auch auf die feierliche Gemeinschaft, ist spürbar.