In Sachsenheim wird ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit unternommen, indem die Installation von Defibrillatoren in der gesamten Gemeinde vorangetrieben wird. Bürgermeister Holger Albrich hat kürzlich über dieses Initiativprojekt informiert und aufgezeigt, wo bereits Defibrillatoren installiert sind und wo weitere Geräte in den kommenden Wochen folgen werden. Bereits vorhandene Defibrillatoren sind unter anderem im Hallenbad, im Freibad und in der Kirbachtalhalle Hohenhaslach zu finden. Neu hinzugekommen sind die Sporthalle Großsachsenheim, das Kulturhaus, das Haus der Senioren, der Bürgerservice im Äußeren Schlosshof 3, die Mehrzweckhalle Kleinsachsenheim sowie die Sonnenberghalle Ochsenbach.

Besonders hervorzuheben ist, dass einige der Defibrillatoren öffentlich zugänglich sind, wie beispielsweise im Lichtenstern-Gymnasium und in der VR-Bank Kleinsachsenheim, die rund um die Uhr Zugriff bieten. Die VR-Bank hat ihren Defibrillator auf Initiative von Thomas Wörner, einem Mitglied des Gemeinde- und Ortschaftsrats, gespendet. Auch der Ortsverein Sachsenheim des DRK hat bei diesem wichtigen Projekt mitgewirkt.

Neueste Technologien für Lebensrettung

Die neuen Defibrillatoren sind mit modernen Selbsttestfunktionen ausgestattet und bieten eine mehrsprachige Sprachführung. Sie können die Bediengeschwindigkeit automatisch anpassen und zwischen Erwachsenen- und Kindermodus umschalten, ohne dass Elektroden gewechselt werden müssen. Die Geräte wurden vom DRK geprüft und empfohlen, während die Stadt insgesamt 6.700 Euro in diese lebensrettende Initiative investiert hat, die Gehäuse und Beschilderung umfasst. Diese Schutzgehäuse lösen beim Öffnen akustische und optische Signale aus, welche die Benutzer auf die Geräteeinsetzung hinweisen.

Die Björn-Steiger-Stiftung hat sich ebenfalls an diesem Projekt beteiligt, indem sie neue Geräte bestellt und jedes Gerät mit 820 Euro bezuschusst. Die Stiftung engagiert sich für den Aufbau eines deutschlandweiten Netzwerks von herzsicheren Kommunen und bietet umfassende Beratungen zur Auswahl, Beschaffung und optimalen Platzierung von Defibrillatoren an. Ziel ist es, die Bevölkerung über Herzsicherheit aufzuklären und zu sensibilisieren, um im Notfall schnell handeln zu können. Zudem werden Schulungen und Erklärvideos zum Umgang mit den Defibrillatoren angeboten, um Hemmschwellen abzubauen.

Bedeutung der Ersthelfer

Zusätzlich zu den technologischen Einrichtungen ist die Ausbildung von Ersthelfern entscheidend. Jeder Betrieb muss eine Mindestanzahl an ausgebildeten Ersthelfern bereitstellen, abhängig von der Anzahl der anwesenden Versicherten. Gemäß den Vorschriften müssen Betriebe sicherstellen, dass Ersthelfer ausgebildet und regelmäßig fortgebildet werden, um in Notfällen effektiv handeln zu können. In Kindertageseinrichtungen ist beispielsweise mindestens ein Ersthelfer für jede Gruppe erforderlich, während in Hochschulen zehn Prozent der Beschäftigten geschult sein sollten. Diese Regeln tragen dazu bei, dass im Fall eines Herznotfalls schnell und adäquat reagiert werden kann.

Durch die Kombination aus innovativer Technologien, strategischen Platzierungen und einer umfassenden Ausbildung von Ersthelfern wird in Sachsenheim ein starkes Lebensrettungsnetzwerk etabliert, das Leben retten kann.

Mehr Informationen über die Initiative finden Sie auf den Webseiten der VKZ, der Björn-Steiger-Stiftung und der DGUV.