Ein tragischer Vorfall ereignete sich in einem beliebten Touristengebiet im Westen Indiens, als die Hängebrücke über den Fluss Machchhu in Morbi einstürzte. Der Einsturz, der bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag (Ortszeit) geschah, hat eine Welle der Trauer und Besorgnis ausgelöst. Nach aktuellen Berichten von Bietigheimer Zeitung sind bisher mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, während die Zahl der Verletzten auf 32 steigt, von denen sechs schwer verletzt sind. Diese Informationen stammen von Devenra Fadnavis, dem Regierungschef des Bundesstaates Maharashtra.
Indische Medien berichten, dass die Situation noch schlimmer sein könnte, da befürchtet wird, dass Touristen möglicherweise ertrunken sein könnten. Bei dem Unglück waren Hunderte Menschen auf der Brücke, viele von ihnen zogen anlässlich des hinduistischen Festes Chhath Puja dort ihre Zeremonien durch.
Rettungsarbeiten und Hintergründe
Die Zahl der Toten ist in den letzten Tagen stark angestiegen. Laut Kurier beläuft sich die offizielle Zahl mittlerweile auf 141 Tote, während zudem zwei Personen vermisst werden. Rund 177 Menschen konnten bereits gerettet werden. Die Rettungsarbeiten werden mit Booten fortgesetzt, um möglichen weiteren Opfern zu helfen.
Die Fußgängerbrücke wurde erst vergangene Woche nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Die Konstruktion, die aus dem 19. Jahrhundert stammt und während der britischen Kolonialherrschaft erbaut wurde, hatte noch keine offizielle Genehmigung für die Wiedereröffnung von den Lokalbehörden erhalten. Ob die Brücke der Vielzahl an Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Einsturzes dort befanden, standhalten konnte, ist unklar.
Premierminister Narendra Modi sowie die Regierung von Gujarat haben Entschädigungen für die betroffenen Familien angekündigt. Die genaue Ursache des Einsturzes ist bislang ungeklärt, und es wurden umfassende Untersuchungen in Aussicht gestellt. Berichte über das Unglück zeigen erschütternde Bilder von Menschen, die in Panik auf die Brücke rennen und versuchen, sich festzuhalten, während das Bauwerk zusammenbricht.