Am letzten Donnerstag hat das Jubiläumsjahr 2026 mit einer Auftaktveranstaltung im Ev. Gemeindehaus Neckarrems begonnen. Diese feierliche Eröffnung wurde von Nussbaum organisiert und bot den Gästen ein abwechslungsreiches Programm aus Information und Unterhaltung, das auch Kaffee und Kuchen umfasste.
Im Fokus der Veranstaltung stand ein amüsantes Theaterstück mit dem Titel „Oma ich brauch Geld“, das vom KreisSeniorenRat Ludwigsburg aufgeführt wurde. Die Darbietung sollte auf humorvolle Weise über die Gefahren von Trickbetrügern aufklären. Insbesondere wurde vermittelt, wie Senioren Täuschungen erkennen können und wie sie sich bei verdächtigen Anrufen verhalten sollten. Die Aufführung war sowohl realitätsnah als auch verständlich und vermittelte wichtige sicherheitsrelevante Hinweise.
Experten geben praktische Tipps
Zusätzlich zu dem Theaterstück hatten zwei Fachleute, ein Vertreter der Kreissparkasse Kornwestheim und eine Präventionsmitarbeiterin der Polizei Ludwigsburg, die Gelegenheit, ihre Kenntnisse und Erfahrungen zu teilen. Diese Experten schilderten konkrete Alltagserfahrungen und gaben praktische Ratschläge zum Erkennen verdächtiger Anrufe sowie zu Handlungsschritten im Ernstfall. Ein Mitarbeiter des Pflegestützpunkts Ludwigsburg war ebenfalls anwesend und bot Informationen und Beratung zu Pflegefragen an.
Ein besonderes Highlight war die Vorstellung einer neuen Broschüre mit dem Titel „Rate mal, wer dran ist!“, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht wurde. Diese Broschüre richtet sich insbesondere an ältere Menschen, die häufig Ziel von Trickbetrügern werden. Sie umfasst zahlreiche praktische Tipps, Fallbeispiele aus dem Alltag sowie Checklisten für den Notfall und ist in leicht verständlicher Form gestaltet. Die Broschüre kann online abgerufen oder beim Bundesministerium bestellt werden.
Die Gefahren von Trickbetrug
Trickbetrüger nutzen verschiedene Methoden, um ältere Menschen zu täuschen: Dazu gehören unter anderem der sogenannte Enkeltrick, bei dem sich Betrüger am Telefon als Enkel ausgeben, und Schock-Anrufe, bei denen vorgegeben wird, ein Verwandter sei in Schwierigkeiten und benötige dringend Geld. Diese kriminellen Tricks zielen oft darauf ab, das Vertrauen der Senioren zu erschleichen und hohe Geldsummen zu ergaunern.
Um ältere Menschen zu sensibilisieren und vor diesen Betrugsmaschen zu schützen, ist es entscheidend, Aufklärungsarbeit zu leisten. Betrüger setzen auf Verunsicherung, Zeitdruck und das Vertrauen ihrer Opfer. Daher ist es wichtig, sich gegenseitig in der Nachbarschaft oder im privaten Umfeld über solche Risiken zu informieren. Zu den allgemeinen Schutzmaßnahmen zählt, misstrauisch gegenüber unbekannten Anrufen zu sein, die Identität des Anrufers zu überprüfen und keine Entscheidungen unter Druck zu treffen.
Dank gilt den Mitwirkenden, Kuchenbäckern und Mitarbeitern, die zur Organisation der Auftaktveranstaltung beigetragen haben. Informationen zu weiteren Aktionen während des Jubiläumsjahres werden im Amtsblatt veröffentlicht.