In Ludwigsburg wird am 27. Februar 2026 eine besondere Veranstaltung für junge Wähler stattfinden. Der Jugendgemeinderat Ludwigsburg und die Landeszentrale für politische Bildung laden dazu ein, sich über die bevorstehenden Landtagswahlen zu informieren. Die Veranstaltung findet im Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, statt und beginnt um 15:00 Uhr, wobei der Einlass bereits ab 14:30 Uhr möglich ist. Insbesondere Erstwählende sind angesprochen, um ihnen bei ihrer Wahlentscheidung zu helfen.

Das Programm der Veranstaltung verspricht spannende Einblicke: Ein Podiumsgespräch mit Kandidierenden von im Landtag vertretenen oder aussichtsreich kandidierenden Parteien wird den Auftakt bilden. Im Anschluss werden Thementische im Format eines Speed-Datings eingerichtet, die den jungen Wählern die Möglichkeit bieten, direkt mit den Kandidaten zu diskutieren. Nach der Veranstaltung gibt es als besonderes Highlight einen kostenlosen Pizza-Snack. Interessierte sollten sich bis zum 25. Februar unter www.jgr-ludwigsburg.de/pizza-und-politik anmelden. Ziel ist es, die jungen Wähler gut informiert zur Landtagswahl zu schicken. Diese Initiative ist Teil eines größeren Trends, der das wachsende politische Interesse junger Menschen widerspiegelt, wie auch eine kürzlich durchgeführte Shell Jugendstudie zeigt.

Politisches Engagement in der Region

Ähnlich wie in Ludwigsburg, fand in Kornwestheim eine Veranstaltung statt, bei der rund 160 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit hatten, mit Landtagskandidaten des Wahlkreises Ludwigsburg zu diskutieren. Organisiert wurde dieses Event von der Stadt Kornwestheim, der Jugenddelegation Kornwestheim (JuDeKo) und der Landeszentrale für politische Bildung. Der Oberbürgermeister Nico Lauxmann hob in seiner Ansprache die Bedeutung der politischen Bildung für die Jugend hervor.

Die Diskussionsrunden behandelten eine Vielzahl von Themen, darunter Soziales, Innere Sicherheit, Wirtschaft, Klima, Nachhaltigkeit, Medien und Bildung. Alle eingeladenen Landtagskandidaten waren präsent, darunter Vertreter der Grünen, CDU, SPD, FDP, AfD und Die Linke. Um verschiedene Perspektiven zu zeigen, traten die Kandidaten in wechselnden Duos auf. Die Mitglieder der JuDeKo moderierten die Diskussionen, wodurch ein aktiver Austausch zwischen den Jugendlichen und den Politkern gefördert wurde. Tanja Solander-Popovic, Leiterin der Abteilung Jugend, äußerte sich positiv über die Veranstaltung und die direkte Interaktion zwischen den Jugendlichen und den Kandidierenden.

Ein Anstieg des politischen Interesses

In der aktuellen Shell Jugendstudie 2024 wird ein signifikantes Ansteigen des politischen Interesses unter 12- bis 25-Jährigen in Deutschland festgestellt. Seit 1953 wird diese repräsentative Untersuchung durchgeführt und zeigt, dass das allgemeine Interesse an Politik in allen Altersgruppen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Höchstwert seit Beginn der 2000er Jahre erreicht hat. So lag das politische Interesse bei jungen Erwachsenen im Alter von 22 bis 25 Jahren im Jahr 2019 bei knapp 50%. Bis 2024 stieg dieser Wert auf 56%. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg bei den 18- bis 21-Jährigen, bei denen das Interesse von 38% (2002) auf 60% (2024) gewachsen ist.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Wichtigkeit, jungen Menschen Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung ihres Lebensumfelds zu bieten, insbesondere in Schulen. Niedrigschwellige Partizipationsmöglichkeiten könnten auch Desinteressierte ansprechen und sie dazu ermutigen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Veranstaltungen wie die in Ludwigsburg und Kornwestheim sind daher nicht nur wichtig für die politische Bildung, sondern auch für die Förderung eines aktiven Engagements in der Gesellschaft.