Unbekannte Täter haben am Montag, dem 8. Oktober 2025, in ein Wohnhaus in Oberstenfeld eingebrochen. Der Einbruch ereignete sich zwischen 9.50 und 12.40 Uhr, als die Täter auf gewaltsame Weise durch die Terrassentür einer Einliegerwohnung Zutritt erlangten. Von dort aus gelangten sie in einen Garagenanbau und die darüberliegenden Wohnräume des Hauses. Alle Etagen des Wohnhauses wurden durchwühlt, wobei Schränke und Schubladen geöffnet wurden. Der genaue Wert der entwendeten Gegenstände ist bislang noch unklar, allerdings beläuft sich der Sachschaden auf etwa 500 Euro, wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet.
Wohnungseinbruchdiebstahl, definiert als unerlaubtes Eindringen in Wohnräume mit Diebstahlsabsicht, ist nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem. Einbrecher nutzen meist gewaltsames Eindringen oder Zugang durch List, um ihre Taten auszuführen. Die Folgen solcher Einbrüche sind vielfältig und reichen von materiellem Schaden über Verletzung der Privatsphäre bis hin zu psychischen Folgeschäden, wie die Statista-Studie zeigt.
Zahlen und Statistiken zur Einbruchkriminalität
Die Kriminalstatistik zeigt, dass die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle in Deutschland auch in den letzten Jahren angestiegen ist. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 119.000 Diebstähle registriert, wobei 77.800 Fälle auf Wohnungseinbruchdiebstähle entfallen. Dies stellt den höchsten Wert seit 2019 dar. Der Anstieg ist insbesondere nach der Corona-Pandemie zu verzeichnen, bleibt jedoch über 50% niedriger als die Rekordzahlen von 2015 mit 167.000 Fällen.
Das Einbruchsrisiko ist in städtischen Bundesländern wie Bremen, Berlin und Hamburg besonders hoch. Im Jahr 2023 wurde die höchste Einbruchsrate in Mülheim an der Ruhr mit 283 Fällen pro 100.000 Einwohnern gemessen, während Fürth die niedrigste Rate aufwies, mit lediglich 33 Fällen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruchdiebstählen betrug im vergangenen Jahr 14,9%, was im Vergleich zu anderen Straftaten mit einer Gesamtquote von 58,4% relativ niedrig ist. Besonders auffällig ist der hohe Ausländeranteil unter Tatverdächtigen, der in aufgeklärten Fällen 42,9% beträgt, was einen Höchststand darstellt.
Die Polizei hat im Jahr 2023 rund 9.890 Tatverdächtige ermittelt, was mehr als im Vorjahr ist. Während in Bayern die Aufklärungsquote mit 25,8% am höchsten ist, liegt sie in Bremen mit nur 6,5% am niedrigsten.
Die gestiegenen Zahlen und der gesamtgesellschaftliche Kontext unterstreichen die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung in den betroffenen Regionen besser zu schützen. Die Berichterstattung über die Vorfälle, wie der Einbruch in Oberstenfeld, ist daher von großer Bedeutung, um das Bewusstsein für Sicherheit im eigenen Zuhause zu schärfen.