In der Region Heilbronn und dem Hohenlohekreis wächst die Zahl der Selbstbedienungsläden (SB-Läden), die eine wichtige Rolle für die Nahversorgung im ländlichen Raum spielen. Diese modernen Einkaufsmöglichkeiten ermöglichen es den Kunden, Waren selbst auszuwählen, zu scannen und bargeldlos zu bezahlen. Mit dem Ziel, den Zugang zu Lebensmitteln zu verbessern und die Erreichbarkeit von Dienstleistungen zu erhöhen, bieten SB-Läden eine willkommene Lösung in Gebieten, wo herkömmliche Supermärkte nicht rentabel sind, berichtet Stimme.de.

Ein besonders markantes Beispiel ist ein 24/7-Supermarkt ohne Kassierer, der im September 2025 in Weißbach eröffnete. Trotz der praktischen Vorteile agieren die SB-Läden gegenwärtig rechtlich in einer Grauzone, da das bestehende Gesetz in Baden-Württemberg Schließzeiten an Sonn- und Feiertagen vorschreibt. Diese Unsicherheiten könnten jedoch bald der Vergangenheit angehören.

Gesetzesentwurf zur Rechtssicherheit

Ein neues Gesetz, das von den Fraktionen der Grünen und der CDU initiiert wurde, soll am 28. Januar im Landtag eingebracht werden. Es zielt darauf ab, den SB-Läden Rechtssicherheit zu bieten, indem Automatengeschäfte und vollautomatisierte Supermärkte an Sonn- und Feiertagen unter bestimmten Bedingungen öffnen dürfen. Die Betreiber von SB-Läden dürfen bisher sonntags nur frische Backwaren einlagern, was die Möglichkeiten zur Nahversorgung stark einschränkt.

Julia Mecklenborg, Betreiberin von drei Tante M-Läden, äußert sich positiv über den Gesetzentwurf. Sie berichtet von einer hohen Frequentierung ihrer Läden, besonders an Wochenenden, und sieht die eröffneten Optionen als eine Chance, den Bedürfnissen der Kundschaft besser gerecht zu werden. Gemeinden haben jedoch die Möglichkeit, die Öffnungszeiten der SB-Läden einzuschränken, müssen aber mindestens acht Stunden am Tag gewährleisten.

Die Rolle der Smart Stores

Smart Stores sind eine Innovation in der ländlichen Nahversorgung und ergänzen das bestehende Angebot. Diese unbemannten Läden, darunter etwa 600 in Deutschland, ermöglichen einen 24/7-Betrieb und bieten ebenfalls Selbstbedienung und bargeldloses Bezahlen. Wie im Whitepaper „Smart Store 24/7 – 600 Stores in 6 Jahren“ der DHBW Heilbronn dokumentiert, sind diese Geschäfte gerade in ländlichen Regionen von großer Bedeutung, wo klassische Läden oft nicht wirtschaftlich sind. Die vielfältigen Betreiber wie Tante M, Tante ENSO oder Teo haben ihre Filialen so konzipiert, dass sie den spezifischen Anforderungen dieser Gebiete gerecht werden.

Kund*innen schätzen vor allem die Selbstbedienungsoptionen, die eine flexible Einkaufserfahrung ermöglicht – sie scannen Produkte selbst und führen die Zahlung an einem Terminal durch. Angesichts der Herausforderungen, wie rechtliche Vorschriften oder das Überwinden von Skepsis gegenüber unbemannten Stores, sind einige Betreiber bemüht, hybride Modelle einzuführen. Diese kombinieren persönlichen Service zu bestimmten Zeiten mit unbemannten Angeboten, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Die Entwicklungen der nächsten Wochen, insbesondere die Verabschiedung des neuen Gesetzes am 5. Februar, könnten entscheidend für die Zukunft dieser innovativen Einkaufsmöglichkeiten sein. Mich würde interessieren, wie Konsumenten die neuen Möglichkeiten annehmen werden, besonders in ländlichen Gebieten, wo die Notwendigkeit eines flexiblen Zugangs zu Lebensmitteln immer dringlicher wird.

Ein weiteres Beispiel für die Akzeptanz von SB-Läden bietet die Erfahrung von Sandra Stern, die regelmäßig einen Selbstbedienungsladen in Oberriexingen besucht. Sie schätzt die Bequemlichkeit des Ladens, insbesondere für vergessene Einkäufe während der Woche und die Möglichkeit, sonntags frische Backwaren zu erhalten. Diese Erfahrungen zeigen, wie wichtig die Erschließung flexibler Einkaufsoptionen für die Lebensqualität in ländlichen Regionen ist, wie Südkurier berichtet.

Mit Blick auf die wachsende Infrastruktur und die bevorstehenden rechtlichen Änderungen ist die Zukunft der Selbstbedienungsläden in der Region vielversprechend. Angesichts des zunehmend urbanisierten Lebensstils wird die Notwendigkeit einer zuverlässigen Nahversorgung immer wichtiger, ein Thema, das auch in der Diskussion um die Schaffung von smarten Lösungen im Einzelhandel an Bedeutung gewinnt, sodass der ländliche Raum nicht abgehängt wird.

Für interessierte Leser lohnt es sich, die Entwicklungen auf diesem Gebiet zu beobachten, besonders im Hinblick auf die positiven Rückmeldungen und die sich veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen im Gebiet der Selbstbedienungsläden und Smart Stores, wie mein-smartstore.de zusammenfasst.