Beim diesjährigen Bürgerempfang in Oberriexingen standen zwei Persönlichkeiten im Mittelpunkt, die sich seit zwei Jahrzehnten für die Gemeinschaft stark machen. Sigrid Strobel und Christine Grieble, beide langjährige Vorstandsmitglieder der Landfrauen, erhielten für ihr Engagement die Ehrenurkunde der Stadt Oberriexingen. Diese Auszeichnung wurde von Bürgermeister Ron Keller überreicht und würdigt ihre Arbeit, die von vielen Höhen und Tiefen geprägt war.
Die Landfrauen in Oberriexingen standen zu Beginn der Amtszeit von Strobel und Grieble kurz vor dem Aus. Dank des unermüdlichen Engagements beider Frauen hat sich die Mitgliederzahl mittlerweile allerdings stabilisiert. Sigrid Strobel hebt die Bedeutung hervor, jüngere Frauen für die LandFrauen zu begeistern und damit die Organisation zukunftsfähig zu gestalten. Diese Herausforderung ist besonders relevant, da der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. im April 2025 eine Beitragserhöhung beschloss.
Veränderungen im LandFrauenverband
Ab dem 1. Januar 2026 wird der jährliche Mitgliedsbeitrag um 5 Euro auf 40 Euro steigen. Dieser Betrag setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
| Komponente | Betrag |
|---|---|
| Versicherungspaket | 1,00 Euro |
| Beitrag an den Deutschen LandFrauenverband | 3,00 Euro |
| Beitrag für die Orts- und Kreisebene | 12,00 Euro |
| Beitrag für den Landesverband | 24,00 Euro |
Neben der anstehenden Beitragsanpassung planen die Landfrauen auch verschiedene Veranstaltungen, um das Gemeinschaftsleben zu fördern. Am 15. Oktober 2025 wird ein Herbstcafé im Backhaus angeboten, bei dem verschiedene Kuchen wie Zwiebel-, Kartoffel-, Zwetschgen- und Apfelkuchen verzehrt oder mitgenommen werden können. Ein besonderer Treffpunkt, der auch bei schönem Wetter eine Terrasse bietet.
Ehrenamtliches Engagement im Fokus
Das Engagement der Landfrauen ist nicht nur in Oberriexingen von großer Bedeutung, sondern wird auch durch eine umfassende Studie zum ländlichen Engagement gestützt. Über 4000 LandFrauen nahmen an der Untersuchung teil, die vom Deutschen LandFrauenverband e.V. und der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. durchgeführt wurde. Mit dem Projekt, das von BULE+ gefördert wird, wurden zentrale Antriebe für freiwilliges Engagement identifiziert, darunter die Freude an der Tätigkeit und der Wunsch, einen positiven Einfluss auf das lokale Gemeinwesen auszuüben.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen zu verbessern und gezielte Anreize zu schaffen, um insbesondere Frauen in ländlichen Regionen zur Teilnahme am Ehrenamt zu motivieren. Es wird anerkannt, dass die Vereinbarkeit von beruflichen und privaten Verpflichtungen für Frauen oft eine Herausforderung darstellt. Daher ist es essenziell, gute Voraussetzungen für freiwilliges Engagement zu schaffen.
Insgesamt zeigen die gewachsenen Mitgliederzahlen der Landfrauen und die Anerkennung ihrer Arbeit, dass das soziale Engagement in Oberriexingen und darüber hinaus auch zukünftig eine wichtige Rolle spielt und gefördert werden sollte.