Am 4. Februar 2026 fand die Jahreshauptversammlung des Vereins der Landwirte und Weingärtner Steinheim im Rebstöckle in Höpfigheim statt. Erster Vorstand Jürgen Schreiber begrüßte die Mitglieder und Gäste. Im Rahmen der Versammlung wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Ein ehrendes Gedenken galt den verstorbenen Mitgliedern des Vereins.

Die Berichte der Kassiererin und der Kassenprüfer wurden vorgetragen, gefolgt von einer einstimmigen Entlastung der gesamten Vorstandschaft. Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wurden wichtige Themen wie die neuen EU-Dokumentationspflichten beim Pflanzenschutz und erste Planungen für den geplanten Ausflug im Jahr 2027 behandelt.

Bienen und ihre Herausforderungen

Einen besonderen Schwerpunkt setzte der Gastvortrag von Bienensachverständigen Roland Bröckel, der rund 80 Bienenvölker in der Region Steinheim/Murr sowie den angrenzenden Kreisen betreut. In seinem Vortrag erläuterte Bröckel die bemerkenswerte Leistung von Bienen, die für die Produktion von einem Kilogramm Honig eine Flugstrecke von etwa 1,2 Millionen Kilometern zurücklegen müssen. Er betonte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten, die frei von Problemen durch Pflanzenschutzmittel sei.

Dennoch verlief die Diskussion nicht ohne Sorgen. Die zunehmende Bedrohung durch die asiatische Hornisse wurde angesprochen, und die Versammlung empfahl, Meldungen über Neststandorte über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg einzureichen. Weiterhin wurde das Thema „Api-Air“ aufgegriffen, eine Therapie mit gesundheitsfördernder Luft aus dem Bienenstock, die Ähnlichkeiten mit innovativen Ansätzen in der Bienenhaltung hat.

Die Anwesenden bedankten sich mit Beifall und einem Präsent beim Referenten Bröckel für die informativen Ausführungen. Die Vorstandschaft lobte die rege Teilnahme und den gelungenen Verlauf des Abends.

Biodiversität in der Landwirtschaft

In einer breiteren Perspektive ist der Erhalt der Biodiversität für nachhaltige Nahrungsmittelproduktion von entscheidender Bedeutung. Laut verschiedenen Quellen, wie dem BMLEH, spielt die Biodiversität eine zentrale Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Schädliche Einflüsse wie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der Verlust von Lebensräumen tragen zur Abnahme der Insektenpopulationen bei.

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS), die 2007 eingeführt und 2024 weiterentwickelt wurde, zielt darauf ab, die biologische und genetische Vielfalt zu fördern und nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft zu implementieren. Verschiedene Programme, wie das Aktionsprogramm Insektenschutz (API), sollen die Lebensbedingungen für Insekten verbessern und damit auch die bestehenden landwirtschaftlichen Praktiken unterstützen.

Im Hinblick auf die Veränderungen in der Agrarlandschaft wird künftig eine stärkere Förderung ökologischen Anbaus angestrebt. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 stellt eine wichtige Weiche in diesem Prozess dar.

Mit der Versammlung des Vereins der Landwirte und Weingärtner Steinheim wurde ein weiterer Schritt in Richtung eines nachhaltigeren und kooperativeren Umgangs mit der Natur und den darin lebenden Arten unternommen. Hierbei bleibt die kontinuierliche Information und Sensibilisierung für Biodiversität und Insektenschutz von zentraler Bedeutung.

Für weitere Informationen zu den Herausforderungen und dem Schutz von Bienen und Biodiversität im Allgemeinen, wirft die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz im Landtag Nordrhein-Westfalen am 3. September 2025 einen Blick auf dringende Maßnahmen im Umgang mit der asiatischen Hornisse. Es werden Stellungnahmen von verschiedenen Sachverständigen erwartet, um über die aktuellen Herausforderungen zu beraten hier.

Insgesamt zeigt sich, dass die Themen rund um die Bienen, ihre Herausforderungen und der Erhalt der Artenvielfalt eng miteinander verknüpft sind und in Zukunft noch mehr zu einem zentralen Bestandteil der landwirtschaftlichen Praxis in der Region werden müssen.