Am Freitagabend, dem 19. Februar 2026, fand in der MURRTAL-ARENA in Backnang ein spannendes Handballspiel zwischen dem HC Oppenweiler/Backnang (HCOB) und TuSEM Essen statt. Dieses Duell war von großer Bedeutung, da es im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga stattfand. HCOB hatte nach 19 Spielen nur zwei Punkte auf dem Konto und konnte bislang keinen Sieg verbuchen, während TuSEM Essen mit zehn Punkten auf dem 16. Tabellenplatz, dem ersten Nichtabstiegsplatz, rangierte. Beide Teams betrachteten dieses Aufeinandertreffen als ein „Vier-Punkte-Spiel“.
Der Beginn des Spiels war vielversprechend für die Hausherren. HCOB startete stark und ging mit 10:7 in Führung. Die Abwehrarbeit war stabil, und der Torwart Janis Boieck zeigte zu Beginn hervorragende Leistungen. Doch eine längere Schwächephase vor der Pause führte dazu, dass die Oppenweiler den Rhythmus im Angriff verloren. TuSEM Essen nutzte die sich bietenden Chancen besser aus und ging mit einem Vorsprung von 15:12 in die Halbzeitpause.
Spielverlauf und entscheidende Momente
Nach der Halbzeit sah sich HCOB einem Rückstand von bis zu sechs Toren gegenüber. Trotz der Rückschläge kämpfte die Mannschaft von Trainer Rui Silva weiter. Durch Tore von Martin Schmiedt und einige Paraden von Janis Boieck gelang es dem HCOB, bis auf ein Tor heranzukommen. Leider blieben mehrere Ausgleichschancen ungenutzt, und technische Fehler schlichen sich ein. TuSEM konnte diese Gelegenheiten nutzen, um sich erneut abzusetzen und letztlich den ersten Auswärtssieg der Saison zu sichern. Die Zuschauerzahl in der MURRTAL-ARENA betrug 1000, und die Schiedsrichter Kauth und Kolb hatten alle Hände voll zu tun, da HCOB acht Zeitstrafen erhielt, während es bei TuSEM nur sechs waren.
Die Bedeutung dieses Spiels war für HCOB immens. Trainer Rui Silva hatte bereits vor dem Spiel betont, dass die Offensivleistung in den vergangenen Begegnungen nicht dem erwarteten Niveau entsprach. Mit nur 23 Toren gegen Hüttenberg und 22 gegen Coburg war die Mannschaft gefordert, ihre Angriffstaktiken zu überdenken. Zudem kehrte Nick Fröhlich nach einer Verletzung zurück, was die Optionen im Rückraum erhöhen sollte. Niklas Diebel könnte ebenfalls wieder im Angriff eingesetzt werden, was zusätzliche Hoffnung auf einen Turnaround gab.
Ausblick und weitere Informationen
Die Herausforderung für HCOB besteht darin, die Kontrolle über das Spieltempo und die Verteidigungsstruktur zu verbessern. Mit einem neuen Trainer, Kenji Hövels, der zuvor die Füchse Berlin II trainierte, zeigt TuSEM eine dynamische und junge Mannschaft mit hoher Intensität. Unter seiner Leitung konnte TuSEM bereits wichtige Spiele gewinnen, beispielsweise gegen TuS Ferndorf und Eulen Ludwigshafen. Im Hinspiel hatte HCOB deutlich gegen TuSEM verloren und war nun unter Druck, die Wende herbeizuführen.
Für die Fans und Interessierten wurde das Spiel live auf Dyn übertragen, mit einem Sendebeginn 15 Minuten vor Spielbeginn. Eintrittskarten waren sowohl online als auch an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen zur Handball-Bundesliga finden Sie auch auf kicker.de.