Das Rems-Murr-Klinikum Schorndorf setzt sich aktiv für die Aufklärung und Prävention von Rückenschmerzen ein, einem der häufigsten gesundheitlichen Probleme in Deutschland. Wie ZVW berichtet, bieten die Klinikprofis Schulungen für Fitness-Trainer an, um deren Wissen über Rückenschmerzen und deren Behandlung zu vertiefen. Insbesondere Vereinstrainer aus dem Landkreis sind eingeladen, an diesen kostenlosen Workshops teilzunehmen.
Leiter der Workshops ist Adrian Wosnitza, der als leitender Therapeut des Wirbelsäulenzentrums fungiert. Die Schulungen decken mehrere relevante Themen ab, darunter die Behandlung von Rückenschmerzen, Nackenverspannungen sowie die Rolle von Sport und möglichen chirurgischen Eingriffen. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, Trainer zu befähigen, Patienten besser zu unterstützen und somit die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Die Bedeutung von Bewegung und Rumpfstabilität
Die Rückenbeschwerden sind nicht nur ein individuelles Gesundheitsproblem, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Schätzungen zufolge haben vier von fünf Deutschen mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen, was sie zur häufigsten Volkskrankheit des Landes macht, wie ADAC erklärt. Bewegung wird als beste Prävention empfohlen, da der Rücken bei fast jeder Bewegung eine zentrale Rolle spielt.
Eine gut entwickelte Rumpfstabilität ist entscheidend, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Laut WOF hat die Kräftigung der Bauchmuskulatur einen direkten Einfluss auf die Gesundheit der Wirbelsäule. Starke Bauchmuskeln entlasten die Wirbelsäule, indem sie Kräfte gleichmäßiger verteilen und helfen dabei, eine gute Körperhaltung zu entwickeln.
Ursachen und Arten von Rückenschmerzen
Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Sie werden oft durch Fehlbelastungen, mangelnde Bewegung oder auch psychische Belastungen verursacht. Altersbedingte Ursachen sind Verschleißerscheinungen und chronische Erkrankungen wie Osteoporose. Auch jüngere Menschen sind zunehmend betroffen, insbesondere durch Übergewicht oder ungesunde Lebensstile.
Es wird zwischen spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen unterschieden: Nur 10-20% der Fälle haben eine klare medizinische Ursache. Akute Rückenschmerzen dauern in der Regel maximal sechs Wochen, während chronische Beschwerden über zwölf Wochen andauern. Eine regelmäßige Bewegung und gezieltes Rückentraining können helfen, die Rückenmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu entlasten. Zudem wird empfohlen, gesunde ergonomische Praktiken am Arbeitsplatz zu fördern.
Das Engagement des Rems-Murr-Klinikums zeigt, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für Rückenschmerzen zu schärfen und Trainer zum Handeln zu motivieren. Solche Initiativen tragen nicht nur zur individuellen Gesundheit bei, sondern können langfristig auch die öffentliche Gesundheit fördern.