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Im Rems-Murr-Kreis zeigt sich im Jahr 2025 ein besorgniserregender Trend: Der Krankenstand ist hoch und Atemwegserkrankungen dominieren die Krankschreibungen. Laut einem Bericht auf zvw.de ist die Hauptursache für die Fehltage auf die Atemwegserkrankungen zurückzuführen, die auch deutschlandweit zu einem häufigeren Krankenstand führen. Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Beschäftigten in Deutschland häufiger krank, was sich auch finanziell auswirkt: Der Pharmaverband VFA schätzt, dass durch den hohen Krankenstand in den letzten vier Jahren ein Verlust in der Wertschöpfung von bis zu 160 Milliarden Euro entstanden ist, ohne die finanziellen Belastungen für die Krankenversicherungen zu berücksichtigen.

Die Analyse der Krankschreibungen im Rems-Murr-Kreis zeigt, dass der Krankenstand im Jahr 2025 stabil im Vergleich zum Vorjahr ist. Laut der DAK-Gesundheit betrugen die durchschnittlichen Krankheitstage für DAK-versicherte Beschäftigte 16 Kalendertage. Atemwegserkrankungen sind dabei die Hauptursache für diese Fehltage. Weitere Ursachen sind Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Erkrankungen, die den zweiten und dritten Rang einnehmen. Im Durchschnitt sind 45 von 1000 Beschäftigten täglich krankgeschrieben, was einem Krankenstand von 4,5 Prozent entspricht. Im Vergleich zu den rund 17 krankheitsbedingten Fehltagen pro Kopf im Landesdurchschnitt Baden-Württembergs ist der Wert im Rems-Murr-Kreis mit rund 16 Tagen entsprechend geringer (bkz.de).

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Atemwegserkrankungen im Fokus

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt, dass Atemwegserkrankungen im Jahr 2025 354 Tage je 100 Erwerbstätige verursachten, was im Vergleich zum Vorjahr mit 374 Tagen einen Rückgang darstellt. Muskel-Skelett-Erkrankungen führten zu 288 Tagen je 100 Versicherte, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (244 Tage). Psychische Erkrankungen brachten es auf 274 Fehltage je 100 erwerbstätig Versicherten, was ebenfalls einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Entwicklung wird anhand einer Analyse des Berliner IGES Instituts aufgezeigt.

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Die AOK berichtet, dass seit September 2025 Atemwegserkrankungen, Erkältungen, Grippe und Corona-Infektionen grassieren und einen hohen Krankenstand zur Folge haben. Die Höchststände der Atemwegserkrankungen wurden im Februar 2025 erreicht, während seit April 2025 ein Rückgang zu beobachten ist. Die Gesamtbilanz für 2025 wird voraussichtlich ähnlich hoch wie die des Vorjahres ausfallen, in dem jeder bei der AOK versicherte Beschäftigte im Schnitt 2,3 Mal krankgeschrieben war (n-tv.de).

Psychische Erkrankungen und betriebliche Gesundheitsförderung

Ein weiterer besorgniserregender Punkt sind die psychischen Erkrankungen, die im Durchschnitt 28,5 Fehltage pro Erkrankungsfall verursachen. In den letzten zehn Jahren sind die Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen um 43 Prozent gestiegen. Dies legt den Schluss nahe, dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. Die DAK-Gesundheit sieht in der betrieblichen Gesundheitsförderung Chancen, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu verbessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der hohe Krankenstand im Rems-Murr-Kreis nicht nur eine Herausforderung für die Betroffenen darstellt, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Folgen hat. Es bleibt zu hoffen, dass durch gezielte Maßnahmen und eine verstärkte Aufmerksamkeit für die Gesundheit der Beschäftigten die Situation nachhaltig verbessert werden kann.