Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist ein ernstzunehmendes Thema, insbesondere in der Region Rems-Murr-Kreis, wo im Jahr 2024 bereits fünf Erkrankungen gemeldet wurden. Im Jahr darauf, 2025, waren es zwei Fälle. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2020 sieben FSME-Erkrankungen registriert, und als die Meldepflicht für FSME im Jahr 2001 in Kraft trat, gab es lediglich einen gemeldeten Fall im Kreis. Diese Zahlen zeigen einen alarmierenden Trend, der durch die Übertragung von FSME durch Zeckenstiche in der Natur verursacht wird und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Weitere Details dazu bietet dieser Artikel.

Risikogebiete für FSME sind seit 2007 in Deutschland offiziell ausgewiesen, und der Rems-Murr-Kreis gehört zu den Regionen mit erhöhter Ansteckungsgefahr. Besonders gefährdet sind Menschen, die häufig in der Natur unterwegs sind oder engen Kontakt zu Tieren haben. Dies betrifft insbesondere Personen, die in Gebieten mit hohem Zeckenaufkommen leben oder reisen. Zu den Haupt-Risikogebieten zählen neben Baden-Württemberg auch Bayern, Südhessen, Südöstliches Thüringen, Sachsen und Südöstliches Brandenburg. Eine aktuelle Übersicht dieser Gebiete ist auf www.infektionsschutz.de verfügbar.

Wichtige Informationen zu FSME

Die FSME ist eine der bedeutendsten durch Zecken übertragenen Infektionskrankheiten in Deutschland. Der Verlauf einer FSME-Erkrankung beginnt oft mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Nach etwa einer Woche können ernsthaftere neurologische Probleme wie Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis folgen. Es ist zu beachten, dass Menschen über 40 Jahre ein höheres Risiko für schwere Verläufe aufweisen, und Senioren besonders anfällig für Komplikationen sind.

Insgesamt wurden in Deutschland 185 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Zu den neuen Risikogebieten gehören der Landkreis Nordsachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Auch in Bundesländern ohne ausgewiesene Risikogebiete wurden vereinzelt FSME-Erkrankungen beobachtet. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten und Kontakt zu Zecken haben. Leider sind die Impfquoten in diesen Gebieten gering, insbesondere bei Personen über 60 Jahren.

Prävention und Schutzmaßnahmen

Da es keine Impfung gegen Borreliose gibt, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört das Tragen geschlossener Kleidung – feste Schuhe, lange Hosen und langärmlige Oberteile sind empfehlenswert. Außerdem sollten Hosenbeine in Socken gesteckt und Repellentien auf Haut und Kleidung angewendet werden. Nach Aufenthalten im Freien ist es ratsam, den Körper auf Zecken abzusuchen und diese umgehend zu entfernen.

Für weitere Informationen über zeckenübertragene Krankheiten und deren Prävention können Interessierte die Webseite des Robert Koch-Instituts besuchen, die umfassende Informationen und aktuelle Daten zu FSME und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten bereitstellt.