In einer alarmierenden Entwicklung wurde Reinhold Sczuka, der Bürgermeister von Althütte, Opfer von Identitätsbetrug. Unbekannte haben ein gefälschtes Instagram-Profil erstellt, das seine Fotos und eine Beschreibung verwendet. Sczuka erhielt einen Screenshot des Profils, das unter einem ähnlichen Namen auftritt und bereits vier Follower zählt. Er betont, dass er über soziale Medien keine Geschäfte anbietet oder abschließt, was die potenziellen Gefahren von Fake-Profilen verdeutlicht. Auch mehrere andere Bürgermeister im Rems-Murr-Kreis sind von ähnlichen Vorfällen betroffen. Die Situation zeigt die problematische Zunahme von Identitätsdiebstahl in sozialen Netzwerken auf, wie ZVW.de berichtet.

Immer mehr Menschen, darunter Prominente und Experten, sind mit der Problematik konfrontiert. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht sich mit etwa 20 Fake-Profilen konfrontiert, die falsche Anlagetipps verbreiten. Geschädigte wenden sich an ihn, da sie Geld verloren haben und fragen, ob er hinter den betrügerischen Profilen steckt. Fratzscher, der selbst keine Ahnung von Finanzanlagen hat, kritisiert die Untätigkeit der Plattformbetreiber und hat bereits zahlreiche Strafanzeigen gestellt, die jedoch ohne Ergebnis blieben. Eine Untersuchung von Tagesschau.de zeigte, dass 21 Prozent der Deutschen bereits durch Fake-Profile getäuscht wurden.

Wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität gibt Anlass zur Besorgnis. Im letzten Jahr belief sich der Schaden in Deutschland auf 179 Milliarden Euro, wobei genaue Zahlen zu Identitätsdiebstahl fehlen. Felix Kuhlenkamp von Bitkom warnt vor den Schwierigkeiten im Kampf gegen Internetkriminalität. Die Möglichkeiten, mithilfe von künstlicher Intelligenz Fake-Profile zu kennzeichnen, werden von den Betreibern der Plattformen bisher nicht in Betracht gezogen, was die Lage für Betroffene verschärft.

Ein weiterer Aspekt des digitalen Raums zeigt sich in den aktuellen Störungen von WhatsApp Web, die am 4. November 2025 gemeldet wurden. Nutzer berichteten über ausbleibende Gespräche beim Aktualisieren der Anwendung. Der Dienst konnte nach einigen Stunden wiederhergestellt werden, dabei blieben Probleme mit der Desktop-Version vorherrschend, jedoch gab es keine Meldungen über Störungen in der mobilen App. Die genauen Ursachen dieser Schwierigkeiten sind noch unklar. Nutzer werden momentan dazu geraten, die Seite nicht zu aktualisieren, um potenziellen Datenverlust zu vermeiden, was die Herausforderungen im Umgang mit sozialen Medien und digitalen Kommunikationsplattformen illustriert. Dies wurde von TV Azteca ausführlich dokumentiert.