Am Donnerstag, dem 13. Februar 2026, kam es im Rems-Murr-Kreis zu mehreren Bränden, die in Winterbach, Schorndorf und Rudersberg für Aufregung sorgten. In Rudersberg entzündete sich gegen 15:30 Uhr in einer Restaurantküche Öl, was zu erheblicher Rauchentwicklung führte. Sechs Personen mussten aufgrund des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden, während eine Person ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Sachschaden in Rudersberg wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr Rudersberg war mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort.

Am späten Abend, gegen 23 Uhr, kam es in Schorndorf in der Rainbrunnerstraße zu einem weiteren Küchenbrand. Ein Anwohner hatte beim Frittieren von Speisen heißes Fett entzündet, konnte das Feuer jedoch selbstständig mit einem Feuerlöscher löschen. Er erlitt leichte Verletzungen, und der Sachschaden wird auf etwa 3.000 Euro geschätzt. Hier war die Feuerwehr Schorndorf mit vier Fahrzeugen und 24 Kräften im Einsatz.

Technische Defekte und schnelle Reaktionen

Ein dritter Brand ereignete sich in Winterbach, wo gegen 15:50 Uhr eine Hebebühne in einer Firma in der Rosenstraße vermutlich aufgrund eines technischen Defekts in Flammen aufging. Gut, dass die Mitarbeiter das Feuer bereits selbst gelöscht hatten, als die Feuerwehr eintraf. Diese war mit zwei Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften vor Ort. Über Verletzte ist hier nichts bekannt, und die Schadenshöhe ist bislang noch unbekannt.

Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die häufigen Brandursachen in Küchen. Laut der Deutschen Brandstatistik der vfdb, die über 5.000 Brandeinsätze zwischen 2013 und 2017 erfasst hat, sind Küchen der häufigste Ort für Brandentstehungen. In Wohngebäuden machen sie fast die Hälfte aller Brände aus, was die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen unterstreicht.

Präventionsmaßnahmen und Sicherheitsbewusstsein

Die Brände im Rems-Murr-Kreis sind nicht nur ein lokales Problem, sondern spiegeln auch ein größeres Phänomen in Deutschland wider. Die vfdb-Brandschadenstatistik hat gezeigt, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten. Obwohl Brände in höheren Geschossen seltener sind, verursachen sie oft größere Schäden. Daher ist es wichtig, dass sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ein wachsendes Bewusstsein für Brandschutz entwickeln.

Die Feuerwehr und die örtlichen Behörden arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Brandschutzmaßnahmen und der Risikobewertung. In diesem Zusammenhang ist auch die Datenschutz- und Informationspolitik des Rems-Murr-Kreises von Bedeutung, die sicherstellt, dass gesammelte Daten zur Verbesserung von Dienstleistungen und Sicherheitskonzepten verwendet werden.

In Anbetracht der jüngsten Ereignisse ist klar, dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Behörden und der Bevölkerung entscheidend für die Minimierung von Brandrisiken ist. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können und dass die Menschen aus diesen Erfahrungen lernen.