In der heutigen Zeit ist der Bedarf an einfühlsamer Begleitung für schwerkranke Menschen und deren Angehörige größer denn je. In Mundelsheim wird nun ein neuer Qualifizierungskurs zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung angeboten, der am 26. Juni beginnt und bis zum 13. Dezember dauert. Ziel dieses Kurses ist es, Ehrenamtliche darauf vorzubereiten, Zeit, Zuwendung und Präsenz für Menschen in schwierigen Lebensphasen zu bieten. Der Kurs wird in Kooperation mit dem Hospizdienst der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim durchgeführt und ist kostenfrei sowie unverbindlich für alle Interessierten. Ein Infoabend findet am Donnerstag, dem 18. Juni, um 19 Uhr in der Kirchlichen Sozialstation, Karl-Heinz-Lüth-Straße 4, 74343 Sachsenheim, statt. Weitere Informationen sind auf der Website www.hospiz-neckar-stromberg.de erhältlich. Für Rückfragen steht die Koordinatorin Julia Mattick unter der Telefonnummer 0152.03604067 zur Verfügung. Diese Informationen stammen von nussbaum.de.

Der ambulante Hospizdienst Sachsenheim, ein Angebot der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim, besteht aus etwa 15 qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleitern sowie einer hauptamtlichen Koordinatorin. Die Begleitung erfolgt nicht nur zu Hause, sondern auch in Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens in Sachsenheim und Sersheim. Dieses wichtige Angebot ist für die Betroffenen und deren Angehörige kostenfrei. Die Ehrenamtlichen werden sorgfältig ausgebildet und kontinuierlich geschult, wobei ein persönliches Erstgespräch die Grundlage der Begleitung bildet. Diese Gespräche und die stundenweise Entlastung der Angehörigen sind entscheidende Aspekte der Unterstützung in schweren Zeiten. Ein weiterer Vorteil ist die palliative Beratung, die Fragen zur Symptomlinderung und Pflege klärt. Für Interessierte an einer ehrenamtlichen Mitarbeit gibt es viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Weitere Details sind unter sozialstation-sachsenheim.de zu finden.

Ehrenamtliche Sterbebegleitung: Ein wertvolles Engagement

Die Vorbereitung auf das Ehrenamt im Hospizbereich erfolgt durch einen Kurs, der Wissen, Haltung und Austausch miteinander verknüpft. Ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen schenken Zeit, hören zu, halten Stille aus und führen Gespräche – ohne dabei Pflegeaufgaben zu übernehmen. Der Fokus liegt auf der Präsenz und Unterstützung der Betroffenen. Inhalte wie Kommunikation, Nähe und Distanz, Spiritualität sowie Selbstfürsorge werden im Rahmen des Vorbereitungskurses behandelt. Der Kurs umfasst in der Regel 80 bis 100 Stunden, verteilt auf Abende oder Wochenenden, und schließt oft mit einer feierlichen Beauftragung oder einem Zertifikat ab. Das Celler Modell, ein praxisnahes Beispiel für einen Vorbereitungskurs, wird von vielen Hospizdiensten genutzt und unterstützt die Koordinator:innen bei der Vorbereitung der Ehrenamtlichen. Die Erfahrungen in der Sterbebegleitung werden von vielen Teilnehmern als bereichernd und bewegend beschrieben. Weitere Informationen zur ehrenamtlichen Begleitung finden sich auf diakonie.de.

Durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Hospizbegleitern wird sichergestellt, dass niemand allein sterben muss. In einer Zeit, in der die Gesellschaft zunehmend älter wird und viele Menschen eine nähevolle, begleitende Hand benötigen, sind solche Initiativen von unschätzbarem Wert. Wer Interesse hat, sich in diesem Bereich zu engagieren, sollte die Chance nutzen und am Infoabend teilnehmen oder sich direkt bei der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim melden.