Ein ungewöhnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich auf der Storebæltsbroen, der beeindruckenden Brücke über den Großen Belt in Dänemark. Ein 38-jähriger Mann aus Deutschland begab sich auf eine waghalsige Wanderung und versuchte, die Brücke zu Fuß zu überqueren.

Zu seiner Überraschung stellte sich heraus, dass der Standstreifen, auf dem er unterwegs war, kein Radweg war, wie er fälschlicherweise dachte. Laut Stimme wurde die dänische Polizei alarmiert und nahm den Mann am Donnerstag mit zur Wache. Dies führte zu einem Bußgeld von 700 dänischen Kronen, was etwa 94 Euro entspricht, da er gegen die Verkehrsordnung verstieß.

Die Storebæltsbroen im Detail

Die Storebæltsbroen verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland und wurde im Jahr 1998 eröffnet. Sie ist Teil der Storebæltsforbindelsen, einer 18 Kilometer langen Verkehrsverbindung, die den Weg nach Kopenhagen erheblich erleichtert. Die Brücke besteht aus zwei Teilen: einer spannenden, 6611 Meter langen Spannbetonbrücke, die Fünen mit der künstlichen Insel Sprogø verbindet, und einer 6790 Meter langen östlichen Brücke, die Sprogø mit Seeland verbindet.

Besonders bemerkenswert ist der Mittelteil der östlichen Brücke, der als Hängebrücke konstruiert ist und mit einer Länge von 2694 Metern die längste Hängebrücke Europas und die drittlängste weltweit darstellt. Die gesamte Konstruktion erreicht eine Höhe von 65 Metern über dem Meer, was beeindruckende Aussichten bietet, jedoch auch starke Winde mit sich bringen kann.

Besucherinformationen und Verkehrsregeln

Die Storebæltsbroen ist ausschließlich für Fahrzeuge und Züge zugänglich, nicht jedoch für Fußgänger und Radfahrer, was in Anbetracht der windigen Bedingungen von Bedeutung ist. Daher ist der Ausflug des deutschen Mannes nicht nur gefährlich, sondern auch rechtlich problematisch.

Die Brücke ist Teil eines Mautsystems, das für PKWs bis 6 Meter 245 dänische Kronen (etwa 33 Euro) kostet. Für größere Fahrzeuge oder Wohnmobile variieren die Preise zwischen 245 und 965 dänischen Kronen, abhängig von Länge und Gewicht. Zudem sind Euro-Banknoten und dänische Kronen als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Brücke ist ganzjährig rund um die Uhr befahrbar und bietet in der Umgebung Sehenswürdigkeiten wie das Hans-Christian-Andersen-Museum in Odense und den Naturpark Tystrup-Bavelse mit zahlreichen Freizeitangeboten.

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sich über Verkehrsregeln und Zugangsbeschränkungen zu informieren, bevor man sich auf einen solchen Ausflug begibt.