Am 9. Februar 2026 feierten die Musikvereine in Oberriexingen einen gelungenen Auftakt in ihr Jubiläumsjahr. Bei der festlichen Veranstaltung präsentierten Sängerinnen und Sänger den begeisternden Song „A Million Dreams“, unterstützt von einer kleinen Choreografie. Karine Bell, Vertreterin des Chorverbands „Friedrich Schiller“, lobte die musikalische Qualität der Darbietungen und überreichte eine Ehrenurkunde an die Künstler.

Die erste Vorsitzende des Musikvereins Stadtkappelle, Susanne Schray, kündigte die mit Spannung erwartete Uraufführung des Musikstücks „Wir geben alles!“ an. Dieses Stück ist von niemand geringerem als Kurt Gäble, einem renommierten Tondichter für Blasmusik, komponiert worden, der ebenfalls die Leitung des Orchesters übernahm. Die Musiker wünschten sich für ihre Aufführung ein flottes und eingängiges Werk, das längst beim Publikum für Freude sorgen sollte. Bei der Uraufführung ernteten sie viel Applaus und stehende Ovationen.

Unterstützung der Vereine

Wolfgang Klein vom Blasmusikverband Ludwigsburg nutzte die Gelegenheit, um zur Unterstützung des Vereinslebens aufzurufen. Erich J. Bannert, Vertreter des Turn- und Sportvereins, überbrachte Grüße aller Oberriexinger Vereine und brachte als Geschenk Notenmaterial für die Jubilare mit. Der Festakt endete mit dem gemeinsamen Musikstück „Tanz der Vampire“, was die festliche Stimmung weiter verstärkte.

In der Region wird auch das 100-jährige Bestehen der Maulbronner Stadtkapelle gewürdigt. Dort finden die Feierlichkeiten in einem festlich geschmückten Zelt auf dem Klosterhof statt. Der Ehrengast der Veranstaltung, die von Freitagabend bis Sonntag andauert, ist der Blasmusik-Koryphäe Kurt Gäble. Der Höhepunkt dieses besonderen Festes ist die Uraufführung seiner Polka „Traumhaft schön“, die am Samstagnachmittag mit dem großen Blasorchester der Maulbronner Stadtkapelle aufgeführt wird.

Historische Wurzeln der Musikvereine

Der Anlass zum Feiern vereint die Musikvereine auch im Hinblick auf die Entwicklung seit ihrer Gründung im Jahr 1926. Damals war Geld knapp und öffentliche Förderungen kaum vorhanden. Musikvereine mussten sich größtenteils selbst finanzieren, wofür die Mitglieder hohe Beiträge zahlten, die im Verhältnis zu ihrem Einkommen erheblich waren. Die Notwendigkeit, Instrumente gemeinsam anzuschaffen, wurde so zu einem zentralen Anliegen.

Zu den Einnahmequellen der Vereine gehörten Konzerte, Tanzveranstaltungen und Spenden aus der Dorfgemeinschaft. Es ist bemerkwürdig, wie persönliche Einsätze und der Gemeinschaftsgeist den Fortbestand der Vereine sicherten, auch wenn die öffentlichen Zuschüsse selten und meist nur symbolisch waren. Auch heute zeigt sich, dass die Leidenschaft für die Blasmusik und der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ungebrochen sind.

So setzen die Musikvereine in Oberriexingen und Maulbronn mit ihren Jubiläumsfeierlichkeiten ein starkes Zeichen für die kulturelle Vielfalt in der Region.

Für weitere Informationen zu den Feierlichkeiten klicken Sie bitte auf die folgenden Links: Bietigheimer Zeitung, PZ News, BDB Online.