In Kornwestheim wurde am Mittwoch, den 4. Oktober 2025, eine 80-jährige Frau Opfer eines dreisten Trickdiebstahls. Um etwa 14:40 Uhr hielt ein dunkler SUV neben der Seniorin in der Mühlhäuser Straße an. Eine unbekannte Beifahrerin, schätzungsweise 50 Jahre alt, sprach die Frau an und fragte nach einer Apotheke. Dabei gelang es ihr, die Seniorin in ein Gespräch zu verwickeln.
Der Täterin ging es jedoch nicht um die Apotheke. Sie täuschte den Übergang eines „Geschenks“ an die ältere Dame vor, indem sie ein Schmuckstück überreichen wollte. Während sie die Seniorin umarmte und gleichzeitig mit der eigenen Hand an deren Goldkette hantierte, gelang es ihr, diese im Wert von etwa 500 Euro zu entwenden. Die ältere Dame versuchte, sich loszureißen, doch die Täterin stieg schnell ins Auto, das daraufhin davonfuhr.
Polizei sucht nach Zeugen
Nach dem Vorfall hat das Polizeirevier Kornwestheim eine Öffentlichkeitsschutzaktion gestartet und bittet um Zeugenhinweise. Personen, die am Mittwoch zur besagten Zeit in der Mühlhäuser Straße beobachtet haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0 71 54 / 1 31 30 oder via E-Mail an kornwestheim.prev@polizei.bwl.de melden. Die Polizei warnt erneut vor den Gefahren von Trickdiebstählen, die insbesondere ältere Menschen betreffen.
Die Vorgehensweise der Täter bei solchen Verbrechen zeigt eine alarmierende Kreativität. Wie die Polizei erläutert, sind Trickdiebstähle eine häufige Straftat, die oft in Seniorenwohnhäusern und -wohnanlagen vorkommen. In diesen Fällen geben sich Täter häufig als Handwerker oder Behördenmitarbeiter aus, um Zutritt zu Wohnungen zu erlangen. Sie nutzen verschiedene Tricks, darunter das Vortäuschen von Notlagen oder das Vorweisen einer persönlichen Beziehung zu ihrem Opfer, um an Wertgegenstände zu gelangen.
Besondere Schutzmaßnahmen für Senioren
In der heutigen Zeit ist es für Senioren besonders wichtig, wachsam zu bleiben. Die Polizei empfiehlt, sich vor unerwarteten Besuchen zu schützen und Gespräche mit Unbekannten auf der Straße oder an der Tür zu vermeiden. Die häufigsten Methoden, die an älteren Menschen angewandt werden, haben sich als äußerst effektiv erwiesen, da viele der Opfer den Tätern aufgrund der scheinbar harmlosen Absichten Vertrauen schenken.
Ein besonders verbreiteter Trick ist der „Glas Wasser-Trick“, bei dem ein angeblich hilfsbedürftiger Besucher um ein Glas Wasser bittet, während der wahre Hintergrund oft das Ausspähen von Wertsachen ist. Darüber hinaus ist auch der „Enkel-Trick“, bei dem sich Täter als Verwandte ausgeben, in Deutschland weit verbreitet.