Das Sanierungsgebiet „Südlich Salamander-Stadtpark“ in Kornwestheim erfährt seit 2019 eine umfassende Aufwertung im Rahmen des Landessanierungsprogramms. Ziel dieser Pläne ist eine zukunftsfähige Gestaltung des Quartiers, welche energetische Erneuerung, altersgerechte Wohnangebote sowie die Aufwertung des öffentlichen Raums und Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz umfasst. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Ausbau der Energieinfrastruktur, insbesondere des Fernwärmenetzes, um den Ansprüchen der modernen Stadtentwicklung gerecht zu werden. Diese Informationen werden von den Stuttgarter Nachrichten bereitgestellt.
Der Salamandersee hat im letzten Jahr ebenfalls eine Neugestaltung erfahren. Grüne Rasenflächen, barrierefreie Sitz-Liegen-Terrassen haben die zuvor befestigten Flächen und Müll ersetzt, was den Zugang zum Uferbereich für Kinderwagen und Rollstühle erleichtert. Zudem wurde eine ehemals einbetonierte Solitärbuche erfolgreich in die neue Grünfläche integriert. Für die kleinen Besucher wird zudem ein neuer Lurchi aus Bronze gegossen, der den zuvor zerstörten Lurchi ersetzen wird; die Fertigstellung wird für Anfang 2026 erwartet.
Fortschritte und bauliche Maßnahmen
Ein erneuter Umbau der Hohenstaufenallee ist ebenfalls Teil des Sanierungsprojekts. Hierbei werden neue Radstellplätze sowie eine Fahrradstraße eingerichtet. Aktuelle Sanierungsarbeiten laufen in der Hornbergstraße und Rechbergstraße, wo der Fokus auf verkehrstechnischen, stadtplanerischen und klimaökologischen Verbesserungen liegt. Flächen werden nach und nach entsiegelt, bestehende Baumstandorte optimiert und klimaresistente Baumarten neu gepflanzt. In der Hornbergstraße wird zusätzlich Rainwater-Management durch Baumrigolen installiert.
Die Sanierung in der Rechbergstraße soll bis Ende 2025 abgeschlossen werden, während die Arbeiten in der Hornbergstraße voraussichtlich im Sommer 2026 fertiggestellt sein werden. Der Kindergarten in der Rosensteinstraße ist bereits mit einem modernen Anbau ausgestattet, der seit 2022 in Betrieb ist. Ein Fördertopf für private Eigentümer wurde im Mai 2025 auf vier Millionen Euro aufgestockt, wobei bis zu 35% Förderung für Gebäudesanierungen zur Verfügung stehen. Fünf Verträge sind bereits abgeschlossen, weitere Eigentümer beginnen, steuerliche Vorteile zu nutzen.
Zukünftige Planungen
Im September 2024 beschloss der Gemeinderat die Durchführung vorbereitender Untersuchungen nach § 141 Baugesetzbuch. Dies wurde von der Stadt in Zusammenarbeit mit der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) umgesetzt. Diese Untersuchungen haben das Ziel, die Bedingungen für ein Sanierungsverfahren zu prüfen und städtebauliche Missstände zu identifizieren. Die Erhebung von Daten bei Eigentümern, Bewohnern und Gewerbetreibenden wird helfen, spezifische Maßnahmen zur Behebung dieser Missstände zu entwickeln sowie Sanierungsziele während der Sanierungsphase zu formulieren, wie auf Stadtentwicklungsmanager im Dialog erläutert wird.
Die Bundesregierung plant zudem, den Quartiersansatz zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands zu stärken. Laut dem Bundesministerium für Wohnen werden ab Ende November 2025 neue Förderprogramme, wie das KfW Programm 432 „Energetische Stadtsanierung“, die umfassende Maßnahmen im Quartier fördern. Diese neuen Programme zielen darauf ab, den Klimaschutz und die Anpassungsfähigkeit in den sanierungsbedürftigen Quartieren zu erhöhen.