Am Dienstagvormittag, dem 24. Februar 2026, überstieg der Pegel der Rems in Gmünd und Schorndorf teilweise die Hochwasser-Meldeschwelle. Die Menschen im Remstal sind seit dem Hochwasser im Juni 2024 sehr sensibel gegenüber Hochwasserereignissen. Auch die Wieslauf zeigte ähnliche Entwicklungen. Trotz dieser alarmierenden Pegelstände gab die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg Entwarnung: Momentan sind keine dramatischen Hochwasserereignisse zu erwarten. Für weitere Informationen zu den aktuellen Pegelständen kann die Quelle hier eingesehen werden.

Die Hochwassergefahr in Deutschland ist nicht nur ein lokales Phänomen. Hohe Wasserstände an Flüssen, Bächen und Küsten sind in den letzten Jahren häufiger geworden, vor allem aufgrund von Wetter und Klima. Modellberechnungen der Hochwasserzentralen alarmieren die Bevölkerung, insbesondere die Anwohner in Gewässernähe. In der kalten Jahreszeit sind die Niederschlagsmengen, sei es durch Regen oder Schnee, oft sehr hoch, was zu einer Schneeschmelze und einem Anstieg der Bäche und Flüsse führen kann. Für das Einzugsgebiet der Neckarzuflüsse Rems, Murr und Sulm wurde am 24. Februar 2026 eine Hochwasserwarnung herausgegeben, die keine Endzeit angibt. Diese Warnung zeigt, dass eine mäßige Hochwassergefährdung besteht, die zu kleineren Ausuferungen und vereinzelten Überflutungen land- und forstwirtschaftlicher Flächen führen könnte. Weitere Details sind in der Quelle hier zu finden.

Hochwasser im historischen Kontext

Hochwasserereignisse sind in den letzten Jahrzehnten stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Eine Zeitreihe seit 1961 zeigt, dass Hochwasserereignisse verschiedene Ausprägungen haben können. Hochwassertage sind definiert als Tage mit einem mittleren Tagesabfluss, der den mittleren Hochwasserabfluss (MHQ) der Referenzperiode 1961–1990 übersteigt. Diese Ereignisse können durch regionale Witterungskonstellationen ausgelöst werden. Besonders bemerkenswert sind die Hochwasserereignisse der letzten Jahre: Im August 2002 war das Elbe- und Donaugebiet betroffen, im Mai/Juni 2013 erlebte Deutschland einen extremen Niederschlag, und im Juli 2021 kam es zu einer verheerenden Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit über 180 Toten. Informationen zu diesen historischen Hochwasserereignissen sind in der Quelle hier zu finden.

Obwohl Hochwasserereignisse eine bedeutende Rolle in der Wasserwirtschaft spielen, zeigen die Indikatoren für die Anzahl der Hochwassertage in den letzten Jahren keine signifikanten Trends, weder im Sommer- noch im Winterhalbjahr. Dennoch könnte die Zunahme von Extremwettersituationen, bedingt durch den Klimawandel, in Zukunft die Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse beeinflussen. Das Bewusstsein der Bevölkerung für Hochwassergefahren bleibt daher von zentraler Bedeutung.